Big Data und Cloud – die Themen des Berliner Open IT Summit

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Die Veranstalter des 19. LinuxTag in Berlin haben eine positive Bilanz der Veranstaltung gezogen, auch die Premiere für die Partner-Veranstaltungen Open IT Summit und OpenStack Day sei gelungen. Tatsächlich fanden aber gerade zum Open IT Summit nur wenige Besucher den Weg.

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Open-Source ist die IT-Erfolgsgeschichte der letzten Jahre. Experten gehen davon aus, dass bis zu achtzig Prozent aller Cloud-Services auf Open-Source-Software laufen, mehr als 50 Prozent der Mobiltelefone und Tablet-PCs seien mit freien Software ausgestattet. Facebook, Twitter, Amazon oder Google sind die Linux-Giganten, die mit der Nutzung von Open-Source-Software die Wirtschaft verändert haben.

Und doch gleicht der Weg zur Open IT Summit in Berlin einem Spaziergang durch ein Escherbild. Der gleichzeitig tagende – und gut besuchte – “19. Linux Tag” findet im zweiten Untergeschoss einer Halle auf dem Berliner Messegelände statt. Der Open IT Summit empfängt die Besucher im zweiten Obergeschoss einer Halle nebenan.

Aus dem Keller geht es über Treppen und vorbei an Säulen, durch leere Gänge und über abgeschaltete Rolltreppen hinauf ans Tageslicht. Der Besucher läuft quer über einen Parkplatz, rüttelt an verschlossenen Türen und findet schließlich zu einem Aufzug. Der transportiert die Besucher in Gruppen von höchstens zehn Personen nach oben.

Die Webseite des Veranstalters Open Source Business Alliance listet 29 Aussteller auf, deren Stände stehen in einem weiten Kreis um eine Kaffeemaschine. Nebenan auf der Konferenz hören Aussteller und Besucher vier Keynotes, 40 Vorträge und 25 Firmenpräsentationen.

“Berlin hat sich auf den Weg gemacht zum Silicon Valley Europas zu werden”, sagte Peter Ganten, Vorsitzender der Open Source Business Alliance und ergänzte, “es ist gut, dass sich Berlin immer seinen eigenen Charakter bewahren wird”. Und der Besucher fragt sich, wo er den Berliner Charme deutlicher merken könne, als auf der Suche nach dieser Veranstaltung, die auch die Gründer und deren Kunden ansprechen soll. 173 Millionen Euro hätten Investoren an Wagniskapital nach Berlin überwiesen, so Ganten weiter. Und er erwähnt Amazon und Mozilla, die hier in der Hauptstadt Niederlassungen gegründet haben.

Und auch in den Vorträgen der Konferenz fallen immer wieder die Namen der Open-Source-Giganten – Twitter, Google oder auch Facebook. Ein Vertreter von Amazon Webservices hält einen Vortrag, ebenso Mitarbeiter von Red Hat und Suse Linux.

Sie sind die Vorbilder, an denen sich viele Gründer orientieren. Sie geben die Trends und den Takt der Entwicklungen vor – so sind Big Data, Cloud-Lösungen und digitale Soziale Netzwerke die großen Themen des Open IT Summit. Und sie stellen viele der Ressourcen – Rechenleistung, Storage, Werkzeuge, Software – bereit, auf denen die Aussteller Programme und Produkte entwickeln.

“Die Idee für die Messe ist sehr gut”, sagt Stefan Röcker, Marketingleiter, agorum Software. “Der Standort auf dem Gelände könnte allerdings besser sein und für das nächste Mal wünschen wir uns mehr Besucher.”

Tatsächlich hätte die Berliner-Open-Source-Industrie ein größeres Publikum und viel mehr Aufmerksamkeit verdient.

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