Dell-Aufsichtsrat rät zum Buyout

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Der Aufsichtsrat des Computerherstellers Dell rät den Aktionären, dem Angebot des Gründers Michel Dell und des Investmentpartners Silver Lake zuzustimmen, die darüber das Unternehmen von der Börse zurückkaufen wollen.

Dell-Aufsichtsrat von Michel Dells Plänen überzeugt
Der Dell-Aufsichtsrat von Michel Dells Plänen überzeugt.

Diese Empfehlung geht aus für die US-Börsenaufsicht SEC bestimmten Unterlagen hervor. Das Angebot von Dell und Silverlake sieht vor, das Unternehmen zu einem Preis von 13,65 Dollar je Aktie oder 24,4 Milliarden Dollar insgesamt von der Börse zu nehmen. Eine Sonderkommission des Aufsichtsrates hatte das Angebot geprüft und sieht in den Plänen für alle Investoren “das bestmögliche Ergebnis”.

Zu Michaels Dells Plan hatte es ursprünglich zwei Alternativen gegeben. Ein höheres Gebot von Blackstone wurde aber zurückgezogen, sodass nur noch ein etwas komplexer Vorschlag des Investors Carl Icahn zusammen mit Southeastern Asset Management als Alternative greift. Aktionäre des PC-Herstellers sollen demnach Anteile halten können und zusätzlich 12 Dollar in bar oder Aktien pro Wertpapier erhalten.

Die Kommission urteilt über Icahns Vorschlag, die Sonderdividende von 12 Dollar könnte sich auf 9,35 Dollar reduzieren – “und auf 8,50 Dollar, falls Icahn/Southeastern die einzigen Teilhaber sind, die sich für eine Auszahlung in Form von Aktien statt Bargeld entscheiden.”

Schon im März hatte Icahn zusammen mit Southeastern ein Angebot für den PC-Hersteller abgegeben, das über dem von Michael Dell lag. Der erste Vorschlag war aber deutlich komplexer als der jetzt bekannt gewordene. Er sah eine Investition von 2 Milliarden Dollar in Dell durch Icahn Enterprises vor.

Dell sollte außerdem 5,2 Milliarden Dollar an neuen Schulden aufnehmen. Aktionäre sollten ihre Papiere halten oder sich je 15 Dollar ausbezahlen lassen können.

Dells Pläne sehen zudem eine Teilhabe von Microsoft vor. Zwar soll es sich um eine art stille Beteiligung handeln, dennoch könnte Dell damit stärker als bisher in die Abhängigkeit von Microsoft geraten.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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