Windows 8 scheiterte am Marketing

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Endlich gibt es einen Schuldigen für den zögerlichen Start des neuen Windows-Betriebssystems Windows 8. Ein Marktbeobachter macht jetzt eine missglückte Marketing-Strategie für den verstolperten Start von Windows 8 verantwortlich.

Windows 8 im Mai
Windows 8 liegt auch sieben Monate nach der Markteinführung noch hinter Windows Vista. Jetzt macht Context das unzreichende Marketing für die Kaufzurückhaltung verantwortlich. Quelle: Netapplications

Schlechtes Marketing sei dafür verantwortlich, dass es Microsoft und den Partnerunternehmen nicht gelungen sei, den PC-Markt mit Windows 8 neue Impulse zu verleihen.  Zu diesem Schluss kommt derMarktbeobachter Context (PDF). Die Untersuchung basiere auf Zahlen aus der Distribution in Westeuropa für das zweite Quartal 2013.

“Die Nachfrage nach Windows 8 wurde nicht besonders geschickt angeschoben”, erklärt Marie-Christine Pygott, die bei Context den PC-Bereich als Analystin abdeckt. “Es gab lediglich gemischtes Presseecho im Vorfeld des Launchs, zu wenig Marketing in Ladengeschäften und es waren zu wenig Touch-Systeme verfügbar.”

Auch Microsoft-Manager Oliver Gürtler  gab bei der Verfügbarkeit von Touch-Geräten bei der Markteinführung von Windows 8 Verbesserungsbedarf zu.

 

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Durch die genannten Missstände sei der PC-Markts stärker eingebrochen, als es eigentlich notwendig gewesen wäre, heißt es von Context weiter. Eigentlich hätte es positive Anzeichen gegeben – etwa die stabilen Verkaufszahlen klassischer Notebooks.

Erfolgreich war dagegen ein Microsoft-Angebot, bei Neukäufen von PC kostenlos von Windows 7 auf Windows 8 zu aktualisieren. Das habe die Nachfrage deutlich anziehen lassen, schreibt Context, und dazu geführt, dass in Westeuropa Mitte Mai 95 Prozent aller verkauften Windows-Rechner für Heimanwender mit Windows 8 ausgeliefert wurden. Das bestätigten die Hersteller HP, Samsung, Sony und Toshiba meldeten Mitte Mai die höchsten Windows-8-Quoten.

IDC hatte seine Prognose zum PC-Markt Ende Mai noch einmal deutlich nach unten korrigiert. 2013 sollen Hersteller nun 7,8 Prozent weniger Desktop-PCs und Notebooks verkaufen als im vergangenen Jahr. Zuvor waren die Marktforscher von einem Minus von 1,3 Prozent und einem leichten Wachstum im kommenden Jahr ausgegangen.

Windows 8 erreichte nach Zahlen von Net Applications im Mai eine Verbreitung von 4,3 Prozent bei Internetzugriffen. Es verbesserte sich gegenüber dem Vormonat um 0,5 Prozentpunkte, lag aber immer noch hinter Windows Vista, dessen Anteil im vergangenen Monat um 0,25 Punkte auf 4,5 Prozent schrumpfte.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

 

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