Marketing-Chefs mit größeren IT-Budgets als CIOs

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Online-Marketing braucht IT, vor allem Data Warehouses und Business Intelligence-Lösungen. Teradata hat diesen Zusammenhang schon früh erkannt und seine Strategie darauf ausgerichtet – vor allem durch gezielte Akquisitionen. Mit neuen Ansätzen will Teradata die Herausforderungen rund um Polystrukturierte Daten meistern, die gerade im Online-Marketing anfallen.

“Datenanalysen sind in der Online-Welt die primäre Grundlage für ein konsistentes Marketing”, sagt Dirk Radetzki, Area Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz von Teradata (Applications). “Damit Marketingexperten Kampagnen personalisiert und über alle Kanäle integriert durchführen können, müssen alle Daten eines Kunden in einer Komplettsicht zusammengeführt werden.” Dazu gehört auch, dass diese Informationen jederzeit für Anfragen und Analysen zur Verfügung stehen. Eine logische Data Warehouse-Umgebung mit entsprechenden Business-Intelligence-Tools (BI) biete dafür die besten Möglichkeiten.

Dabei stellt nicht nur die bloße Menge der Daten eine Herausforderung dar: “Im Online-Bereich produzieren neue Kanäle wie Soziale Netzwerke, Blogs und E-Mails eine enorme Menge und Vielfalt an Bildern und Texten, also multistrukturierte Daten, die sich in dieser rohen Form nicht mit den klassischen Werkzeugen auf Basis relationaler Datenbanken analysieren lassen”, erläutert Radetzki. Deshalb gewinnen Technologien wie das Big-Data-Framework Hadoop auch hier an Bedeutung. Ein umfangreiches Produktportfolio für Hadoop hat Teradata vor wenigen Tagen vorgestellt, das branchenweit erste, so der Data-Warehousing-Spezialist.

Dirk Radetzki, Area Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz von Teradata
Dirk Radetzki, Area Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz von Teradata. Quelle: Teradata

Das Beratungshaus Barc hat in einer Studie vom April dieses Jahres europäische Unternehmen gefragt, in welchen Bereichen sie Big-Data-Technologien einsetzen. 24 Prozent nennen Controlling, das damit die Aufzählung anführt. An zweiter Stelle steht Marketing mit 19 Prozent. Eine Bestätigung für Teradata, denn nach Aussage des Unternehmens habe sich bereits früh abgezeichnet, dass sich die aus der Datenanalyse gewonnenen Informationen besonders für Marketing nutzen lassen. Im Jahr 2011 ergriff Teradata die Gelegenheit, sich gezielt zu verstärken und übernahm den Anbieter von Marketing-Software Apprimo.

Im Jahr darauf erfolgte die Akquisition von Ecircle, einem Anbieter von Digital-Marketing-Lösungen aus München. Durch die Kombination der Portfolios von Teradata und Aprimo mit der Digital Messaging Lösung von eCircle könnten Marketingorganisationen das Kundenerlebnis über sämtliche On- und Offline-Kanäle integrieren, so Teradata zu den Perspektiven der Übernahme aus Sicht der Anwender. Dazu bestehe die Möglichkeit, die Auswertungen mit Informationen aus Big Data-Analysen zu erweitern.

Ein Unternehmen, das mit Lösungen von Teradata seine Online-Kundenansprache optimieren will, ist Machinima. Der Unterhaltungskanal für Computerspiele-Fans auf Youtube hat 191 Millionen Nutzer und verzeichnet über zwei Milliarden Videoaufrufe pro Monat. Machinima analysiert mit Teradata-Lösungen das Verhalten seiner User in Echtzeit: Die Marketer möchten besser verstehen, wie die Nutzer sich mit Inhalten und Communities befassen und durch die Web-Sites navigieren.

Die dominierende Stellung im Marketing werden sich die digitalen Kanäle nicht mehr nehmen lassen, im Gegenteil: Laut einer Teradata-Umfrage unter über 1000 Konferenzteilnehmen gehören von den Top-Ten-Kanälen, in die Marketing-Verantwortliche im laufenden Jahr investieren wollen, die ersten sieben zu den digitalen. “Man geht davon aus, dass Marketing-Chefs bald größere Budgets für die IT haben werden als mancher CIO”, betont Radetzki. “Teradata will den Applikations-Bereich für integriertes Marketing Management deshalb weiterhin gezielt ausbauen und eng in die Datenarchitekturen seiner Kunden integrieren.”