Douglas Engelbart – Vater der Maus – gestorben

CloudEnterpriseMobileServer

Douglas C. Engelbart ist mit 88 Jahren gestorben. Neben seinem entscheidenden Beitrag zur Computer-Maus hat er auch andere Schnittstellen zu Rechnern mitbestimmt.

Douglas Engelbart hält 1968 "Die Mutter aller Demos". Dabei stellt er die Ergebnisse seiner Arbeit an den Vorläufern der Computer-Maus vor. Quelle: SRI
Douglas Engelbart hält 1968 “Die Mutter aller Demos”. Quelle: SRI

Douglas C. Engelbart ist im Alter von 88 Jahren im kalifornischen Atherton an Organversagen gestorben. Zusammen mit seinem Kollegen Bill English wird er heute als Erfinder der Computermaus angesehen. Daneben hatte er auch an weiteren Schnittstellen, etwa bei grafischen Nutzeroberflächen und für Hypertext entscheidende Beiträge geleistet.

Seinen “X-Y-Positionsanzeiger für ein Bildschirmsystem” entwickelte der Computertechniker 1963 am Stanford Research Institute (SRI). Fünf Jahre später präsentierte er seine Erfindung erstmals einem Fachpublikum. Die Veranstaltung am 9. Dezember 1968 gilt unter Technikinteressierten als “die Mutter aller Demos”.

Als Direktor des Augmentation Research Center des Stanford Research Institute stellte er im Brooks Hall Auditorium in San Francisco die Ergebnisse seiner und Bill Englishs Arbeit vor. English war damals Cheftechniker am SRI.

Die 100-minütige Demo umfasst solch umwälzende Techniken wie die erste öffentlich gezeigte Computermaus, Hyperlinks und navigierbare Fenster.

Laut John Markoff, Reporter der New York Times und Autor des Buches “What the Dormouse Said: How the 60s Counterculture Shaped the Personal Computer Industry”, war es das erste Mal, dass die Menschen wirkliches Personal Computing zu sehen bekamen. Ein Youtube-Video zeigt die komplette Demo.

Seine Tochter Christina teilte in einer E-Mail mit, dass ihr Vater am 2. Juli friedlich eingeschlafen sei. Engelbart hinterlässt seine Frau Ballard und vier Kinder.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen