Studie zeigt Schauplätze des Editierkrieges auf Wikipedia

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Er wird erbittert und abseits des großen Medieninteresses gefochten: Der Editierkrieg auf Wikipedia. Der aber hat viele Gesichter und jetzt zeigt eine Studie, die wichtigsten Schauplätze dieser geistigen Auseinandersetzung.

Editierkrieg_wikipedia

Jesus, Adolf Hitler, Dieter Bohlen, Gott, Atheismus und allen voran George W. Busch, das sind die Einträge auf Wikipedia, um die am erbitterten editiert wird. Die Liste führt der englischsprachige Artikel des ehemaligen US-Präsidenten an.

An der Religion und an der Politik scheiden sich also die Geister. Daher wird um die Definitionshoheit auf dem Online-Lexion auch bei solchen Einträgen besonders häufig gelöscht und wieder hochgeladen und geändert.

Wissenschaftler der Universität Oxford haben sich die Editionsgeschichte von zehn verschiedenen Ausgaben, (unter anderem Deutsch, Englisch, Spanisch, Arabis oder Tschechisch), des Lexikons vorgenommen. Auch wenn es in einigen Regionen lokale Themen gibt, wie etwa “Dieter Bohlen”, so lasse sich doch feststellen, dass bei politischen und religiösen Themen am meisten herum editiert wird. Häufig werden solche Artikel, wenn sie durch einen ‘Redakteur’ geändert werden, nur wenige Sekunden später gleich wieder abgeändert.

Die Forscher wollen daran fest machen, welche Themen die Menschen besonders beschäftigen und sie haben sich dafür Einträge aus dem Jahr 2010 vorgenommen. Die über alle Sprachen hinweg am häufigsten editierten Einträge betreffen: Israel, Adolf Hitler, Holocaust und Gott.

Die Forscher wollen, wie die BBC berichtet, an dem Thema dranbleiben und die Ergebnisse jetzt mit jüngeren Einträgen vergleichen. Damit soll untersucht werden, ob sich solche Kontroversen über die Zeit verändern.

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