Apple-Zahlen besser als erwartet

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Anders als viele Konkurrenten leidet Apple nicht unter dem Verfall des PC-Marktes. So kann Apple im dritten Quartal den Umsatz um ein Prozent steigern, muss aber erneut einen geringeren Gewinn melden. Dennoch sind die Zahlen besser als erwartet.

Das iPhone ist nach wie vor das umsatzstärkste Produkt Apples. Quelle: Apple
Das iPhone ist nach wie vor das umsatzstärkste Produkt Apples. Quelle: Apple

Mit den  Zahlen für das drittes Fiskalquartal 2013  kann Apple die Börsianer wieder etwas beruhigen. So schrumpft zwar der Gewinn des iPhone-Herstellers im Vergleich zum Q3 2012 um 22 Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar oder 7,47 Dollar je Aktie, jedoch steigt Umsatz um knapp ein Prozent auf 35,3 Milliarden Dollar. Damit übertrifft Apple die Erwartungen von Analysten, die mit einem Überschuss von 7,32 Dollar je Aktie bei Einnahmen von 35 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Apple verkauft inzwischen mehr günstigere Geräte, die natürlich eine geringere Marge abwerfen als Hochpreisige Modelle.

Im nachbörslichen Handel stieg der Kurs der Apple-Aktie um 3,91 Prozent oder 16,39 Dollar auf 435,38 Dollar. Im Verlauf des gestrigen Tags hatte das Papier noch 1,72 Prozent des Werts verloren. Vom Höchststand von 705,07 Dollar aus September 2012 ist der Kurs allerdings immer noch weit entfernt.

Zwischen April und Juni setzte Apple nach eigenen Angaben 31,2 Millionen iPhones, 14,6 Millionen iPads, 3,8 Millionen Macs und 4,5 Millionen iPods ab. Die Prognose der Wall Street lag bei 26 Millionen iPhones, 17 Millionen iPads, 4 Millionen Macs und 6,8 Millionen iPods. Damit übertrifft vor allem das iPhone die Schätzungen deutlich.

Laut Apple-CEO Tim Cook erreichten die iPhone-Verkaufszahlen einen neuen Rekordwert für ein Juni-Quartal. Das iPhone 5 sei in diesem Zeitraum das beliebteste Apple-Smartphone gewesen. Der Durchschnittspreis des iPhone 4 sei im Vergleich zum dritten Fiskalquartal 2012 jedoch um 4 Prozent gefallen.

Die 14,6 Millionen verkauften iPads lagen laut Apple im mittleren Bereich der eigenen Prognose. In Bezug auf eine Anfang der Woche veröffentlichte Analyse von Chitika, wonach das iPad für 84 Prozent des von Tablets ausgehenden Web-Traffics verantwortlich ist, sagte Cook: “Ich weiß nicht, was andere Leute machen. Falls viele andere Tablets verkauft werden, dann weiß ich nicht, wofür sie benutzt werden”. Die Internetnutzung sei eine grundlegende Funktion von Tablets.

Apples iTunes-Sparte steuerte 3,99 Milliarden Dollar zum Gesamtumsatz bei, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Mac-Verkäufe gingen zwar um 7 Prozent zurück, die zugehörigen Einnahmen schrumpften allerdings nur um 1 Prozent. Zudem setzte Apple außerhalb der USA weniger um als im Vorquartal. Der Anteil des US-Umsatzes stieg von 34 auf 43 Prozent.

Im vierten Geschäftsquartal rechnet Apple mit Einnahmen zwischen 34 und 37 Milliarden Dollar und einer Bruttomarge von 36 bis 37 Prozent. Von Thomson befragte Analysten gehen von einem Umsatz von 37,55 Milliarden Dollar und einer Bruttomarge von 36,8 Prozent aus.

Neue Produkte wird Apple wahrscheinlich erst im Herbst – aber rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft – in den Handel bringen. CFO Peter Oppenheimer sprach bei einer Telefonkonferenz mit Analysten lediglich von einem “sehr arbeitsreichen Herbst”. Sein Unternehmen werde im Oktober mehr Details nennen. Möglich ist die Markteinführung einer iWatch. Ein iPhone 5S zählt genaus zu den Optionen wie ein günstiges Gerät für Schwellenmärkte oder ein iPhone mit größerem Bildschirm.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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