Apache frischt OpenOffice 4.0 mit neuer Sidebar auf

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Mehr als ein Jahr hat sich Apache mit dem neuen Major-Release von OpenOffice Zeit gelassen. Dafür bringt OpenOffice 4.0 auch eine Sidebar mit, die die Nutzerführung übersichtlicher gestalten soll.

Die neue Sidebar in OpenOffice 4.0 in Writer. Quelle: ASF
Die neue Sidebar in OpenOffice 4.0 in Writer. Quelle: ASF

Nach OpenOffice 3.4 meldet sich Apache mit der Version OpenOffice 4.0 nach rund einem Jahr zurück. Als wichtigste Neuerungen nennt das Entwickler-Team neue Funktionen, 500 behobene Fehler, drei neue Sprachen (Griechisch, Portugiesisch, Tamil), verbesserte Interoperabilität mit Microsoft Office, verbesserte Funktionen, mehr Performance bei Grafik und nicht zuletzt eine neue Sidebar, die die Nutzerführung verbessern soll und von der aus die Anwender die am häufigsten verwendeten Tools starten können. Damit reagieren die Entwickler aber auch auf die wachsende Verbreitung von größeren Bildschirmdiagonalen. Auch ein neues Logo führ OpenOffice mit dem Release 4.0 ein.


Auch wenn ein Großteil der Community inzwischen bei LibreOffice aktiv ist, ist OpenOffice nach wie vor eine beliebte quelloffene Alternative zu Microsoft Office. Das Apache-Projekt meldet für die Version 3.4 insgesamt 57 Millionen Downloads.

Das neue OpenOffice Logo.
Das neue OpenOffice Logo.

Microsoft löst das Problem der zahlreichen Features und Funktionen in Office inzwischen mit dem so genannten Ribbon-Interface am oberen Rand der Anwendung.

OpenOffice hingegen blendet das Nutzer-sensitive Tool auf der Seite ein. Je nachdem, welche Tools am häufigsten verwendet werden, blendet die Sidebar diese ein. Auch je nachdem, auf welchen Bereich man in einem Dokument klickt, verändert sich der Inhalt in der Sidebar. So blendet das Tool stets die relevanten Werkzeuge ein.

Diese Steuerungen selbst haben die Entwickler in 22 unterschiedliche Bereiche gegliedert, die je nach Bedarf in iherem Umfang angepasst werden können. Zudem können auch Entwickler von Erweiterungen auf diese Panels zugreifen. Zudem gibt es bei Apache Software Foundation einen Bereich, in dem Nutzer Erweiterungen für OpenOffice herunter laden können.

Der Code dafür stammt von IBMs Lotus Symphony Office Suite. Diese Suite hatte IBM von OpenOffice im Jahr 2007 geforked und 2012 wieder zurückgegeben. OpenOffice 3.4, das im Mai 2012 veröffentlicht wurde, bestand zu großen Teilen aus dieser Kontribution.

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