Yahoo hat das E-Commerce-Start-up Lexity übernommen

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Nach eigenen Angaben hat es Zehntausende Kunden in 114 Ländern. Es bietet neben einem eigenen App Store auch Marketing-Anwendungen für Online-Händler. Alle Produkte und Dienste sollen weiterhin verfügbar bleiben – wenn auch unter anderem Firmennamen.

Yahoo hat ein weiteres Start-up, die E-Commerce-Firma Lexity, die 2009 vom ehemaligen Yahoo-Produktmanager Amit Kumar gegründet wurde, gekauft. Lexity bezeichnet sich selbst als “zentrale Anlaufstelle für E-Commerce-Services” und bietet neben einem eigenen App Store auch Marketing-Apps, die Online-Händlern beim Steigern ihrer Verkäufe helfen sollen.

Das Start-up hat die Übernahme durch Yahoo selbst in seinem Blog bekannt gegeben. Nach eigenen Angaben hat es Zehntausende Kunden in 114 Ländern. Alle seine Produkte und Dienste sollen auch nach Abschluss der Transaktion unverändert über seine Plattform zur Verfügung stehen. Einzig der Firmenname wird sich ändern.

Yahoo übernimmt Lexity.
Yahoo übernimmt Lexity.

“Alle Lexity-Apps, inklusive unseres Flaggschiff-App Lexity Live, werden nahtlos weiterlaufen und wir werden zusätzliche Ressourcen aufwenden, um sie noch besser zu machen”, schreibt Kumar. “Wir werden Händler weiterhin auf jeder E-Commerce-Plattform unterstützen – BigCommerce, Magento, Shopify, was auch immer. Wir werden ebenfalls Commerce Central weiter unterstützen und verbessern, unsere “Write once, run anywhere“-Plattform für Entwickler.”

Wie viel Yahoo für Lexity zahlt, ist nicht bekannt. Es wird aber deutlich weniger sein, als die 1,1 Milliarden Dollar, die es im Mai für den Mikroblogging-Dienst Tumblr hingeblättert hat.

Die jüngste Akquisition ist eher mit den kleineren Zukäufen in diesem Jahr vergleichbar. Dazu zählen die News-Reader-App Summly, der Telefonkonferenzdienst Rondee, die iOS-App-Anbieter Ghostbird Software und Qwiki sowie der Adressbuch-Konvergenzdienst Xobni. Hier lag der Kaufpreis – soweit bekannt – meist zwischen 30 und 50 Millionen Dollar.

Ende Juni hatte Yahoo aber auch angekündigt, ein Dutzend Dienste einzustellen, darunter die einst bedeutende Suchmaschine Altavista. Es begründete die Schließungen mit der Absicht, sich weiterhin auf die Schaffung neuer Produkte konzentrieren zu wollen, “die unverzichtbar in Ihrem Leben sind”.

[mit Material von Björn Greif, News.com]

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