BT baut BYOD-Portfolio aus

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Dass Mitarbeiter ihre eigenen Smartphones für Firmenzwecke nutzen, setzt sich immer stärker durch. Aber Bring Your Own Device (BYOD) bietet nicht nur Vorteile, sondern birgt auch Risiken für die Sicherheit. Das Telekommunikationsunternehmen BT reagiert darauf und erweitert seine Managed Mobility Services um eine Lösung für Mobile Application Management.

Andreas Englisch, Produkt Manager bei BT Germany
Andreas Englisch, Produkt Manager bei BT Germany

“Wir laden regelmäßig einige unserer Kunden, mit denen wir besonders eng zusammenarbeiten, zum ‚Kundenforum‘ ein, um über neue Trends und Lösungen zu diskutieren”, berichtet Andreas Englisch, Produkt Manager bei BT Germany. “Beim letzten Treffen vor einigen Wochen war Bring Your Own Device (BYOD) ein wichtiger Diskussionspunkt.”

Vor zwei Jahren seien derartige Konzepte von einer überwältigenden Mehrheit der Unternehmen noch rundheraus abgelehnt wurden. Jetzt habe eine Umfrage ergeben, dass 90 Prozent der Teilnehmer bereits intensiv über BYOD nachgedacht und verschiedene Ansätze ausprobiert haben, so Englisch. Dabei seien sie zu dem Ergebnis gekommen, dass sich dieser Trend nicht mehr stoppen lässt.

Das bestätigt auch eine internationale Studie des Marktforschungsunternehmens Vanson Bourne im Auftrag von BT und dem Netzwerkausrüster Cisco. Danach verfügen 46 Prozent der befragten deutschen Unternehmen über eine BYOD-Policy. Das sind deutlich, nämlich zehn Prozentpunkte mehr als auf internationaler Ebene. Von diesen deutschen Unternehmen erlauben 28 Prozent die Nutzung privater Endgeräte beziehungsweise unterstützen sie aktiv. 43 Prozent tun dies eingeschränkt. In 13 Prozent der Unternehmen ist eine BYOD-Policy noch in Arbeit. Immerhin 15 Prozent verbieten die Nutzung privater Smartphones und Tablets völlig.

BYOD-Policies (BT-Grafik) Kopie

Wie dieselbe Studie ergab, verwenden 74 Prozent der Mitarbeiter deutscher Unternehmen ihre privaten Endgeräte , um damit dienstliche E-Mails zu lesen. Zwei Drittel nutzen damit das Internet zu geschäftlichen Zwecken. Gut die Hälfte greift auf Unterlagen zu, die auf Firmenservern liegen. 37 Prozent nutzen unternehmenseigene Apps, etwa zur Organisation von Meetings oder für die Spesenabrechnung. Und 22 Prozent setzen allgemein verfügbare Apps wie Twitter zu dienstlichen Zwecken ein.

Die IT-Entscheider in den Unternehmen betrachten das mit Skepsis: Sie befürchten, die Kontrolle über die Endgeräte im Unternehmen zu verlieren. Auch haben sie Bedenken, dass Daten unerlaubt weiterverbreitet werden. Manche argwöhnen, dass ausscheidende Mitarbeiter interne Informationen mitnehmen könnten und haben Angst vor Schaden durch verlorene oder gestohlene Geräte.

Diesen Vorbehalten begegnet BT seit dem vergangenen Jahr mit einer Lösung für das Mobile Device Management. Damit ist es möglich, Geräte per Fernabfrage zurückzusetzen, zu sperren und Daten darauf zu löschen. Sicherheitsrichtlinien können definiert und umgesetzt werden. Die Lösung erlaubt den Unternehmen auch eine Bestandaufnahme der mobilen Geräte, einschließlich einer Übersicht über eingesetzte SIM-Karten und installierte Apps mit Versionsangabe. Daten, Apps und Konfigurationseinstellungen lassen sich zentral per Funk auf die registrierten Geräte verteilen.

Ergänzend dazu will BT im Herbst dieses Jahres die Cloud-basierte Lösung, Mobile Application Management, auf den Markt bringen. „Es deckt Funktionen ab, die über die Möglichkeiten von Mobile Device Management hinausgehen, weil sie sich eben auf die einzelne Applikation und nicht auf das Geräte als Ganzes beziehen“, erläutert Englisch. Bei Mobile Application Management geht es laut BT nicht nur um den Aspekt der Sicherheit von Daten, sondern auch um die optimale Einführung, Verbreitung und Bewertung von Applikationen des Unternehmens.

Für Sicherheit sorgt das sogenannte App Wrapping: Wie ein Cocon wird eine Schutzschicht um die einzelne Unternehmens-App und die dazugehörigen Daten gelegt, um Missbrauch zu verhindern. “Auf Applikations-Ebene können dann verschiedene Policies durchgesetzt werden”, erklärt Englisch. “Zum Beispiel kann definiert werden, dass Daten stets verschlüsselt werden müssen oder dass das Kopieren von Daten nicht erlaubt ist.” Persönliche Daten und Apps der Nutzer werden von der Lösung, die vom US-Softwareunternehmen Apperian stammt, nicht berücksichtigt und bleiben komplett getrennt.

Die Unternehmens-Apps finden die Mitarbeiter in einem gebrandeten Firmen-Appstore, der sich an definierten Nutzergruppen orientiert: So ist sichergestellt, dass die richtigen Nutzer Zugriff auf die richtigen Apps bekommen.

Umfrage

Erlaubt Ihre Firma ihren Angestellten, ihre selbsterworbenen Tablets für Geschäftszwecke einzusetzen (Stichwort "BYOD")

Ergebnisse

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