BlackBerry sucht nach einem Käufer

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Nachdem vor Kurzem noch ein Rückzug von der Börse als mögliche strategische Option für BlackBerry gemeldet wurde, ist man bei BlackBerry jetzt ganz offiziell auf der Suche nach einem Käufer.

Das BlackBerry 10, die letzte Chance für den kanadischen Hersteller.
BlackBerry-CEO Thorsten Heins baut nicht nur Stellen ab, sondern sucht jetzt offiziell nach neuen Partnern. Als Optionen stehen ein Verkauf, die Aufspaltung des Unternehmens oder auch der Rückzug von der Börse im Raum.

Der Blackberry-Aufsichtsrat teilt offiziell mit, dass das kanadische Unternehme nauf der Suche nach Käufern, Partnern und Investoren ist. Um diesen Plänen Gestalt zu verleihen, wurde jetzt ein Sonderkomitee gegründet, zu dem unter anderem auch Vertreter des Managements wie Chairman Barbara Stymiest oder CEO Thorsten Heins gehören.

Für die Ankündigung wurde der Handel mit Blackberry-Aktien zeitweise ausgesetzt. Im Vorfeld hatten jedoch Verkaufsgerüchte den Kurs um etwa 5 Prozent erhöht. Ende letzter Woche berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, das Unternehmen erwäge wie Dell einen Börsenrückzug. Als Partner sei – ebenfalls wie bei Dell – der Investor Silver Lake im Gespräch.

Doch so konkret, wie in dem Reuters-Bericht, scheinen die Pläne noch nicht gediehen zu sein: Aufgabe des Komitees sei es, “strategische Alternativen zu erforschen, um den Wert und die Verbreitung von Blackberry 10 zu erhöhen”. Man erwäge unter anderem Joint Ventures, Partnerschaften und Allianzen. Doch auch ein Verkauf des Unternehmens zähle zu den Optionen, teilt der Aufsichtsrat mit.

Als Finanzberater des Komitees dient die Bank JP Morgan. Blackberry betont, es könne nicht für eine resultierende Transaktion garantieren; es handle sich nur um eine eingeleitete Untersuchung.

 

Fotogalerie: Q10 oder Z10 - Touch und Tastatur-BlackBerry im Vergleich

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Von einem Börsenrückzug ist in der Ankündigung nicht die Rede. Dementiert wird ein solcher Schritt jedoch ebenfalls nicht. Denkbar ist natürlich auch eine Aufteilung des Unternehmens mit anschließendem Verkauf einzelner Geschäftsbereiche.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.com]

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