Buchsprint: Lehrbuch “L3T 2.0” im Croud-Authoring

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Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien oder einfach ‘L3T’ heißt ein Werk für das Lehren und Lernen mit neuen Medien. Jetzt soll das Werk innerhalb von 7 Tagen aktualisiert und ergänzt werden.

Booksprint für L3T 2.0 Sandra Schön von Salzburg Research und Martin Ebner von der TU Graz sind die treibenden Kräfte hinter dem neuen Lehrwerk L3T 2.0. Quelle: TU Graz
Booksprint für L3T 2.0 Sandra Schön von Salzburg Research und Martin Ebner von der TU Graz sind die treibenden Kräfte hinter dem neuen Lehrwerk L3T 2.0. Quelle: TU Graz

Dafür haben die Initiatoren des online offen zugänglichen “Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien”, kurz L3T, jetzt einen so genannten Booksprint anberaumt. Dabei soll innerhalb von sieben Tagen eine neue und grundlegend neu überarbeitete Version des Lehrbuches entstehen.

An acht Standorten arbeiten ab heute 200 ehrenamtlichen Teilnehmern in Deutschland und Österreich an einer neuen Version des Buches: L3T2.0 soll die dann heißen und in exakt einer Woche online Freigeschalten werden.

Die Federführung haben Martin Ebnervon der TU Graz und Sandra Schön von der Salzburg Research Forschungsgesellschaft sowie die Österreichischen UNESCO Kommission.

Mehr als 200.000 Downloads verzeichnet das mehrfach preisgekrönte “Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien”, kurz L3T, seit Februar 2011. Die 50 Kapitel rund um das Thema E-Learning wurden von über 100 Autoren innerhalb von zehn Monaten erstellt und sind kostenfrei und offen online zugänglich.

“Die Anzahl der Downloads steigt erfreulicherweise immer weiter – zeitgleich nimmt die Aktualität der Inhalte mit der rasanten Weiterentwicklung der Lehr- und Lerntechnologien ab. So entstand die Idee des Nachfolgeprojekts L3T2.0“, erklären Sandra Schön, Herausgeberin und Erziehungswissenschafterin im “Innovation Lab” der Salzburg Research Forschungsgesellschaft.

In einem so genannten “Booksprint” will das Team das Lehrbuch in nur sieben Tagen komplett überarbeiten und um weitere Kapitel ergänzen. Rund 200 Mitwirkende werden in den sieben Tagen nach genauen Rollenverteilungen und Zeitplänen ihren Part zu L3T2.0 beitragen. Vom 20. bis 28. August 2013 wird intensiv geschrieben, formuliert, gelesen, überarbeitet, lektoriert und layoutiert, und zwar ehrenamtlich und verteilt auf acht Camps, von Hamburg über Köln bis Graz.

“Das Ganze geht natürlich nicht ohne hoch motivierte Teams, intensive Vorbereitung, durchdachte Organisation und funktionierende Technik”, betont Martin Ebner. Im Basiscamp an der TU Graz laufen die Fäden zusammen, auch die Technikzentrale ist hier angesiedelt: “Dem immensen organisatorischen Aufwand begegnen wir mit Online-Kooperations- und Planungswerkzeugen.”

Außerdem werden die Camps täglich in einer Online-Videositzung zusammengeschaltet, eine ‘rasende’ Reporterin wird in den sieben Tagen alle acht Camps besuchen, der Fortschritt wird mehrmals täglich auf der Website aktualisiert, es gibt ein Web-TV, laufende Podcasts und vieles mehr. “Kommunikation, Austausch und das gemeinsame Arbeiten an einem Werk sind die größten Herausforderungen“, erklärt Ebner.

Inhaltlich ist L3T2.0 genau wie der Vorgänger eine Sammlung von Lehrtexten zu unterschiedlichen Themen und Perspektiven des Lernens und Lehrens mit Technologien. Ein Schwerpunkt der Beiträge liegt auf neuen Entwicklungen, beispielsweise Educasts, (Micro-) Blogging oder mobilem Lernen. Autoren mit unterschiedlichem Background beleuchten das Thema E-Learning aus verschiedenen Perspektiven und bereiten es gleichermaßen für Lehrende und Studierende auf. L3T2.0 wird online unbeschränkt und kostenlos zur Verfügung stehen und ist für Ergänzungen jeglicher Art offen.

Am Mittwoch, 28. August 2013, um Punkt 13 Uhr werden die Initiatoren das Buch dann vorstellen. Die verschiedenen Workshops finden am Multimedia Kontor Hamburg (MMKH), an der Freien Universität Berlin, der Fachhochschule Köln, dem httc e.V. Darmstadt, der Technische Universität Chemnitz, dem e-teaching.org I Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM), der Universität der Bundeswehr in München München und der TU Graz statt. Über den Fortgang des Projektes kann man sich auch auf dem Facebook-Auftritt der Initiative informieren

 

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