Elektroschocks kurieren Facebook-Sucht

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Mit Hilfe der klassischen Konditionierung wollen zwei Studenten des MIT die übermäßige Zeitverschwendung auf Facebook einschränken. Sie setzen dabei auf Elektroschocks.

Segelt ein Nutzer Facebook oder eine andere Seite zu häufig an, bekommt er einen kleinen “unangenehmen aber nicht gefährlichen” Stromschlag verpasst. Die beiden Studenten Robert Morris und Daniel McDuff, haben eine nicht ganz ernst gemeinte Anwendung gegen den übermäßigen Facebook-Konsum entwickelt. Pavlovs Poke nennt sich die Entwicklung der beiden Doktoranden des MITs.

PavlovPokeSchematic
Die Lösung für Facebook-Junkies: Elektroschock-Therapie. Quelle: Pavlov Poke

Die Konstruktion ist eher einfach gehalten: Eine Steuerungseinheit, die auf der Open-Source-Prototyping-Hardware Arduino basiert, ist via USB mit dem Rechner verbunden. Ein UI-Inspector wacht darüber, welches Programm gerade vom Nutzer gesehen wird. Ein eigenes Script sorgt dann bei übermäßigen Gebrauch von Facebook dafür, dass der Anwender Stromstöße über eine mit Elektroden versehene Armstütze bekommt.

In einem Video, in dem die beiden Konstrukteure ihre Entwicklung präsentieren, erklären sie auch, dass es eigentlich eher als Witz gedacht ist. Dennoch soll Pavlovs Poke auch auf das Problem der übermäßigen Nutzung von Sozialen Netzen aufmerksam machen.

Wem Elektroschocks noch nicht gruselig genug sind, kann auch einen Amazon-Service integrieren. Über Amazons Mechanical Turk kann man sich nämlich auch anrufen lassen, wenn man zu häufig Facebook aufruft. Der Anrufer bekommt dafür 1,40 Dollar pro Nachricht.

Auch hier kommt der UI-Inspector zum Einsatz. In der Phone Edition leitet ein Python-Script die Information an den Service von Amazon weiter: Der Text, den der Mitarbeiter bei Amazons Mechanical Turk verlesen soll, lautet:

What are you doing? You’ve been using facebook again! I can’t believe you would do this! Consider this a warning. Good bye!

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