Bollograph: Fraunhofer stellt “Mini-Holodeck” vor

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Mit einem völlig neuen Konzept schafft es ein Weilheimer Unternehmen eine dreidimensionale Darstellung in den Raum zu projizieren. Der so genannte Bollograph wird am 29. August eine Premiere erleben.

Bollograph Go-3D Weilheim
Der Bollograph soll auf der Go-3D zum ersten mal vorgestellt werden.

Mit dem Bollographen stellt das Unternehmen Soscho aus Weilheim in Oberbayern einen echte 3D-Monitor vor. Man kann um den Monitor herumgehen und das Objekt von allen Seiten betrachten, als wäre es real. Aufgrund einer bisher einzigartigen Funktionsweise ist weder eine 3D-Brille nötig, noch muss der Raum abgedunkelt werden.

“Mit mehr als 10-facher Auflösung, mit 252x240x300 Pixeln (= 18,1 Megavoxel) im Raum können zeitlich veränderliche x-y-z-t Daten über die Cinema4D Oberfläche dargestellt, gezoomt und zeitliche Veränderungen beobachtet werden”, so Fraunhofer nüchtern in einer Mitteilung über das neue Mini-Holodeck, das auf der Messe Go-3D vorgestellt werden soll.

Diese Revolution der 3D-Darstellung schafft völlig neue Möglichkeiten für Strömungsuntersuchungen, die Darstellung von CAD-Daten, Ultraschallmaterialuntersuchungen und vieles andere mehr.

Der Bollograph soll auf der Fachmesse Go-3D zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Einen möglichen Anwendungsfall sieht Professor Uwe Freiherr von Lukas vom Fraunhofer IGD, der Ausstellungsleiter der Go-3D unter anderem in der Konstruktion von Spezialschiffen in Werften.

Auf der Messe werde auch der Gewinner des Wettbewerbes Go! Go-3D vorgestellt. Das Unternehmen FORTecH zeigt hier den 3D-Formsensor, der kleine Spritzgussteile im freien Fall berührungslos auf Herstellungsfehler gegen ein 3D-CAD-Referenzmodell prüft.

In weniger als einer Sekunde erzeugt der Formsensor ein Signal, das im Fertigungsprozess zum Aussortieren fehlerhafter Teile verwendet wird. Mit dem 3D-Formsensors können Prüfvorgänge automatisiert werden, die heute noch manuell ausgeführt werden.

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