App Store für Google Glass kommt 2014

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Der geplante Store für Google Glass könnte in Google Play integriert werden oder auf dem Micro App Store des Smartwatch-Spezialisten WIMM Labs, den Google übernommen hat, aufsetzen. Aktuell kann man Glassware nur über inoffizielle Sites beziehen. Die API-Nutzungsrichtlinien verbieten den Verkauf von und Werbung in Apps.

Google Glass (Bild: Sarah Tew/CNET)
Google Glass. Quelle:  Sarah Tew/CNET

Im nächsten Jahr soll ein offizieller App Store für die Augmented-Reality-Brille Google Glass starten. Gegenüber Marketing Land hat dies ein Sprecher bestätigt. Bereits am Wochenende berichtete die New York Times über einen möglichen App Store für Google Glass.

Die Frage, ob der App Store in Google Play integriert wird oder getrennt laufen wird, ist noch offen. Google hat sich bisher nicht geäußert, ob Entwickler Geld für ihre Apps verlangen dürfen.

Nach den aktuellen Richtlinien für die Google Glass API sind kostenpflichtige Apps und In-App-Werbung verboten. So lange kein offizielles App-Angebot existiert, ist es möglich Programme für die Entwicklerversion der Daten-Brille direkt von den Programmierern oder aus einer Vielzahl von inoffizieller Angeboten zu beziehen.

 

 

Wie man mit Programmen für Glass Umsätze erzielen kann, hat Google wahrscheinlich für sich selbst noch nicht beantwortet. Eine Beteiligung an eventuellen App-Verkäufen im offiziellen Store wird die Firma aus Mountain View sicherlich erhalten. Kürzlich schilderte eine Patentbeschrebung von Google ein System für eine Pro-Blick-Berechnung für Anzeigenkunden. Damit könnte Google ermitteln, wie oft eine Werbeanzeige wirklich angesehen wurde.

App Store mit Micro Apps für eine Smartwatch (Bild: WIMM Labs)
App Store mit Micro Apps für eine Smartwatch. Quelle: WIMM Labs

Vor kurzem hat Google eine Übernahme von WIMM Labs, dessen Spezialgebiet Smartwatches ist, öffentlich gemacht. Der Schritt sollte offenbar zur Verstärkung von Googles Aktivitäten im Bereich Wearable Computing dienen. Die Akquisition soll schon im Sommer 2012 erfolgt sein. Zu dieser Zeit stellte WIMM Labs seine Aktivitäten vollständig ein und begründete den Schritt mit einer “exklusiven und vertraulichen Partnerschaft für unsere Technologie”.

Seine Smartwatch verkaufte WIMM nicht an Verbraucher, sondern an Software-Entwickler. Außer der Hardware erhielten Entwickler mit dem “Developer Preview Kit” WIMM One auch eine Entwicklerplattform für Wearable Computing auf Android-Grundlage. Somit konnten Entwickler “Micro Apps” programmieren, wie sie im Micro App Store des Unternehmens noch zu sehen sind. Es wäre möglich dass der Google Glass App Store Elemente des Angebots übernimmt oder ganz auf ihm aufsetzt.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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