SAP zielt mit BusinessObjects 4.1 auf “Dark Data”

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SAP stellt Business Objects 4.1 vor. Mit der neuen Version konzentriert sich SAP vor allem auf Stabilität und die Erweiterung von unterstützten Datenquellen. Neben neuen Entwicklertools und Schnittstellen führt SAP auch neue Visualierungen ein.

SAP ermöglicht mit der BusinessObjects Mobile 4.4.12 zum ersten Mal die Visualisierung von Daten. Quelle: SAP
SAP vereinfacht und vereinheitlicht mit BusinessObjects 4.1 die Visualisierung von Daten auf mobilen Geräten. Quelle: SAP

2011 hat SAP die Version 4.0 von BusinessObjects vorgestellt. Später als ursprünglich geplant, veröffentlicht SAP jetzt die Version 4.1. Trotz der Verspätung gab es offenbar einige Qualitätsmängel, aber die will SAP jetzt dank einer neuen Organisationsstruktur und eines neuen Qualitätsmangements mit dem jüngsten Update sowie einigen Feature Packs in den Griff bekommen haben.

BusinessObjects 4.1 unterstütze laut SAP jetzt mehr als 140 Datenquellen. Vor allem bei OLAP-Quellen bessert SAP laut eigenen Angaben nach. Für Big-Data-Projekte liefert SAP Support für Amazon Elastic MapReduce und Hadoop Hive. Damit sei das neue Release “Big-Data-ready”.

Außerdem versorgt SAP die die Analytics-Lösung mit neuen Schnittstellen und neuen Entwicklertools (SDK). “Eine Suite für alle Einblicke”, nennt SAP das in einer Pressemitteilung. Über das SDK lasse sich die Lösung für ganz gezielte Einsatzbereiche anpassen. Davon profitieren nicht nur SAP-Partner, sondern auch Anwender.

Eine neue mobile Anwendung ermöglicht es, sämtliche Ansichten auch über mobile Endgeräte auszuliefern. Interessant sind darüber hinaus die Integrationen von HANA und der Social Collaboration-Lösung Jam in die Business Intelligence Suite.

Für die Visualisierung sorgt der SAP Crystal Server 2013. Mit den Varianten Edge und Enterprise Edition sei Business Objects 4.1 zudem für Unternehmen jeder Größe interessant, versichert SAP. Die Lösung stehe sowohl als On-Demand-Deployment wie auch On-Premise bereit.

Nachdem immer mehr Geräte sich untereinander vernetzen, steige auch der Wert, der sich aus der Analyse solcher Verbindungen schlagen lässt. Diese so genannten “Dark Data” will SAP mit Echtzeitanalyse, Advanced Analytics über die gesamte Unternehmens-BI hinweg sichtbar machen. Dafür vernetze SAP Nutzer, Daten, Plattformen und Geräte um daraus Vorhersagen erstellen zu können.

“Der 4.1-Release bringt Verbesserungen und wichtige Integrations-Features in zentrale BI-Bereiche. Dadurch können SAP NetWeaver Business Warehouse und auch Langzeitanwender von SAP BusinessObjects besonders profitieren”, kommentiert Cindi Howson, Gründerin von BI Scorecard und Autorin eines BO 4.0 Standardwerkes. “Die Auffälligsten Verbesserungen sind bei Mobile, Dashboard, Collaboration und dem Support für Big Data Sources zu sehen.”

Derzeit haben die Mehrzahl der Nutzer noch die Version 4.0 von BusinessObjects installiert. Mit Release 4.1 hofft nun SAP, die Nutzer, die derzeit noch auf 3.1 laufen, zu einem Versionssprung motivieren zu können.

 

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Für einige Nutzer könnte auch das neue Compatibility-Pack für Desktop Intelligence sein. DeskI ist nach wie vor ein beliebtes Produkt bei einigen Anwendern. Dennoch liefert SAP keine Updates mehr für dieses Tool. Nach wie vor behält SAP diese Strategie bei, jedoch mit dem Compatibilty Pack können Anwender DeskI-Dokumente auch in Business Objects 4.1 betrachten.

Neben einem kostenlosen Tool, SAP Lumira, mit dem Anwender Daten aus Microsoft Excel visualisieren und analysieren können, stellt SAP zusammen mit BO 4.1 auch die Initiative “Data Geek Challenge” vor. Hier fördert SAP Projekte, bei denen interessante Geschichten mit oder über Daten gefunden werden sollen.

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