Windows 8.1 Enterprise steht zum Download bereit

EnterpriseManagementSoftware

Windows 8.1, Codename Blue, kommt rund ein Jahr nachdem Microsoft Windows 8 veröffentlicht hat. Mit Windows 8.1 liefert Microsoft auch neue Features, mit denen der Einsatz der neuen Windows-Generation in Unternehmen noch attraktiver werden soll. Microsoft bietet jetzt auch eine auf 90 Tage befristete Testversion für die Enterprise Edition.

Windows 8.1 Enterprise steht ab sofort zum Download bereit. Die neue Version liegt als 32- und 64-Bit-Version vor und kann 90 Tage kostenlos getestet werden. Rund ein Jahr hat sich Microsoft mit dem ersten Major-Update für Windows 8 Zeit gelassen. Windows-8-Nutzer bekommen das Update kostenlos.

Windows 8.1 bringt den Startbutton zurück, jedoch arbeitet dieser anders als die Vorgängerversionen. Er bringt nicht das traditionellen Startmenü, sondern führt einfach nur zum neuen Kachel-Startbildschirm, den Microsoft mit Windows 8 eingeführt hat. Somit dürften Tools wie Classic Shell, die Startbutton inklusive Startmenü realisieren weiter populär bleiben. Neu in Windows 8.1 ist auch die Möglichkeit direkt auf den traditionellen Desktop-Modus zu Booten.

Das neue Windows-Start-Menü ist der Startbildschirm. Über die so genannten Tiles kann der Anwender schnell auf Programme und Dienste zugreifen. Screenshot: ZDNet.de
Das neue Windows-Start-Menü ist der Startbildschirm. Über die so genannten Tiles kann der Anwender schnell auf Programme und Dienste zugreifen. Screenshot: ZDNet.de

Mit Windows To Go Creator können IT-Abteilungen einen vom Unternehmen vollständig verwaltbaren Windows-Desktop auf einem bootfähigen USB-Stick erzeugen. Microsoft will damit dem BYOD-Trend entgegenkommen sowie nicht dauerhaft Beschäftigten Zugang zum Unternehmensnetzwerk geben, ohne die Sicherheit zu beeinträchtigen. Mit Start Screen Control ist das Layout des Startbildschirms auf den PCs der Mitarbeiter zu bestimmen, um etwa sicherzustellen, dass entscheidend wichtige Apps immer gut zugänglich sind. Gleichzeitig können die Nutzer an Anpassungen ihrer Startbildschirme gehindert werden, um eine konsistente Erfahrung in Arbeitsgruppen oder im gesamten Unternehmen zu bewirken.

DirectAccess lässt Anwender auf Ressourcen in einem Unternehmensnetzwerk zugreifen, ohne dass sie ein separates VPN starten müssen. Umgekehrt erlaubt es Administratoren, die Rechner von Remote-Nutzern mit veränderten Richtlinien und Software-Updates zu aktualisieren. BranchCache sorgt für die Zwischenspeicherung von Dateien, Websites und anderen Inhalten, um Mitarbeitern in Niederlassungen mehrfache Downloads zu ersparen.

Virtual Desktop Infrastructure (VDI) vermittelt den Nutzern eine vielseitigere Desktop-Erfahrung und leistungsfähige 3D-Grafik, lässt sie außerdem in VDI-Szenarien USB-Peripherie und Touch-Geräte über Netzwerktypen hinweg (LAN oder WLAN) nutzen. Microsoft verlässt sich dabei auf Verbesserungen in RemoteFX und Windows Server 2012.

AppLocker soll durch eingeschränkte Zugriffsrechte auf Dateien und Anwendungen die Sicherheit von Geräten und den dort gespeicherten Daten stärken. Windows Enterprise Side-Loading schließlich erlaubt das Side-Loading unternehmensinterner Apps auf Domain-PCs und Tablets mit Windows 8.1 Enterprise.

Für Windows 7 bietet Microsoft einen Upgrade-Assistenten an. Er prüft das System auf Kompatibilität und ermöglicht dem Anwender Kauf und Download von Windows 8.1. Der Nutzer kann sich entscheiden, ob er Windows 8.1 sofort, später, von einer ISO-Datei oder einem USB-Stick installieren will. Microsoft bietet auf diesem Wege derzeit aber nur das Update auf Windows 8 Pro an.

Das Upgrade verkauft Microsoft für knapp 120 Euro beziehungsweise rund 280 Euro für die Pro-Version. Das geht auf anderem Wege günstiger: Online-Shops bieten die Standardausgabe schon für 85 Euro und die Pro-Variante für 125 Euro an. Bei Windows 8.1 sind alle “Upgrade-Versionen” auch gleichzeitig eine “Vollversion”. Das heißt: Nutzer können das neue Betriebssystem auch ohne eine ältere Windows-Version auf ihrem Rechner installieren.

Nutzern von PCs mit XP und Vista rät Microsoft allerdings davon ab, die vorhandene Hardware weiterhin zu verwenden. Plant man aber dennoch an der Hardware festzuhalten, muss der Rechner von der DVD gestartet und das Betriebssystem neu installiert werden. Dabei gehen alle vorhandenen Programme, Daten und Einstellungen verloren. Sie sollten daher vorher gesichert werden.

Für den Standard-Download sind ein Microsoft-Konto und eine Installation des Download-Managers Akamai NetSession Interface nötig. Dieser unterstützt Windows 2000, XP, Vista, 7 und Max OS X ab 10.4. Die Aktivierung der Testversion ist bis zum 31. Oktober 2014 möglich, ein Produktschlüssel wird nicht benötigt. Inzwischen sind auch die Direkt-Download-Links bekannt, sodass für das Herunterladen auf Registrierung und Installation des Download-Managers verzichtet werden kann.

 

Direkt-Download-Links:

[mit Material von Kai Schmerer, ZDNet.de]

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen