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SAP will ByDesign abspecken

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Laut einem Bericht des Handelsblatt soll SAP die Weiterentwicklung der Mittelstands-Cloud-ERP-Lösung Business ByDesign einstellen. Die Lösung solle jedoch weiter im Programm bleiben. Angeblich soll ByDesign im Umfeld neuer SAP-Produkte an Bedeutung verloren haben auch im Markt konnte ByDesign nicht die geplanten Erfolge erreichen.

Standortvorteil von St. Leon-Rot: hier gilt der deutsche Datenschutz. SAP will jetzt aus diesem Regelwerk Kapital schlagen und weitet weltweit die Investitionen in Rechenzentrumsinfrastruktur aus. Quelle. SAP
St. Leon-Rot: von hier aus liefert SAP unter anderem ByDesign aus. Jetzt sollen andere Produkte stärker gewichtet werden. Quelle. SAP

In einem internen Schreiben, so berichtet das “Handelsblatt“, soll der SAP-Technikvorstand darüber informieren, dass SAP Business ByDesign nicht mehr weiter entwickeln werde. Weitere Anpassungen sollen über Partner-Firmen laufen. Demnach soll sich nur noch ein kleines Team in Indien um die Wartung kümmern.

SAP-Sprecher Hilmar Shepp allerdings dementierte kurz darauf die Berichte. Die Cloud-Lösung solle nach wie vor im Programm bleiben. Es sei kein Aus, die Lösung bleibe im Programm und Kunden würden weiter bedient.

SAP soll für die Entwicklung von Business by Design drei Milliarden Euro investiert und bis zu 3.000 Entwickler damit beschäftigt haben, so das Handelsblatt. Das Handelsblatt berichtet unter Berufung auf Informierte Quelle von rund 780 Installationen. SAP spricht von etwas über 1000 Kunden, die ByDesign einsetzen.

Für das Gesamtangebot von SAP ist Business by Design damit weit weniger wichtig geworden, denn mittlerweile ist es nicht mehr die einzige Cloud-Lösung.

Auch zahlreiche andere SAP Produkte sind mittlerweile per Cloud oder Hosting verfügbar, so etwa auch Business One, das die gleiche Zielgruppe adressiert. Die In-Memory-Technologie HANA sowie Mobil-Angebote sind inzwischen deutlich wichtigere Wachstums-Bereiche für SAP, das heute darüber hinaus die Zahlen für das dritte Quartal vorstellt. Erneut kann SAP das Betriebsergebnis (Non-IFRS) steigern. Mit 1,30 Milliarden Euro steigert SAP damit das Ergebnis währungsbereinigt um 15 Prozent.

[mit Material von Jakob Jung, ChannelBiz.de]

Martin Schindler schreibt nicht nur über die SAPs und IBMs dieser Welt, sondern hat auch eine Schwäche für ungewöhnliche und unterhaltsame Themen aus der Welt der IT.

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