Teradata packt In-Memory-Data Warehouse in eine Appliance

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Mit der Teradata Data Warehouse Appliance 2750 fügt Teradata Enterprise Data Warehousing und in-Memory-Technologie in einer Appliance zusammen. Damit versucht Teradata vor allem auch über den Preis, ein konkurrenzfähiges Angebot zu SAP HANA in den Markt zu bringen.

Terada_in_memoryDie Teradata Data Warehouse Appliance 2750 bringt in-Memory-Technologie und Enterprise Data Warehouse zusammen. Als Vorteil für den Anwender nennt Teradata neben der Vielseitigkeit der Appliance auch einen vergleichsweise günstigen Preis. Die neue Appliance soll ab November verfügbar sein.

Gegenüber der Vorgängerversion 2690 soll die Teradata Data Warehouse Appliance 2750 drei Mal so leistungsfähig sein. Anwender, die die Appliance mit den Funktionen der neuen Teradata Database installiert haben, erreichten eine Verbesserung der Antwortzeiten um den Faktor 700, versichert Teradata.

So sei zwar die In-Memory-Technologie ein branchenweiter Trend, dennoch berge dieser Ansatz einigen Herausforderungen. Das gelte vor allem im Hinblick auf Kompatibilität, das Anpassen von Anwendungen, das Vorhalten von Daten in mehrfacher Ausführung, die Kommunikation im Netzwerk, den Bedarf an manuellen Eingriffen und separater ETL-Verarbeitung (Extract, Transform, Load) sowie die Kontrolle der Software-Version.

“Die Teradata Data Warehouse Appliance vereint das Beste aus zwei Welten, indem sie ein Data Warehouse mit einer in-Memory-Lösung kombiniert. Sie ist damit ideal geeignet für Organisationen, die ein Enterprise-Warehouse brauchen oder Echtzeit-Analysen mithilfe von Dashboards visualisieren wollen”, so Hermann Wimmer, Vorstand International bei Teradata.

Die Leistungssteigerung erwirkt unter anderem die Technologie Teradata Intelligent Memory. Diese Technologie sorgt dafür, dass “heiße” Daten, die häufig genutzt werden, möglichst schnell bereit stehen. Damit seien deutlich schnellere Antwortszeiten möglich. Teradata Intelligent Memory erfordere darüber hinaus keinerlei Änderungen an Applikationen, SQL-Querys oder an der Speicherung der Daten. Auch verzögerter Querys und die Aufhebung des Flaschenhalses beim Input/Output (I/O) bei Festplattenspeicher werde dadurch abgemindert, was ebenfalls den Datendurchsatz verbessere.

Zudem hat Teradata den Arbeitsspeicher der Data Warehouse Appliance verdoppelt. Daneben sorgt eine verbesserte Kompressionsrate und der Einsatz der Columnar-Technologie dafür, dass noch mehr Daten im Arbeitsspeicher vorgehalten werden können.

Hardware-seitig bietet die Appliance vollständige Redunanz sämtlicher Komponenten, was die Verfügbarkeit der Daten sicherstellt. Die Appliance ist von sieben Terabytes auf bis zu 21 Petabytes skalierbar und kann so problemlos mit den Anforderungen des Kunden wachsen. Neben einem größeren Arbeitsspeicher erweitert Teradata auch BYNET v5 auf InfiniBand und verbessert die Leistung mit einem schnelleren Zwölf-Core-Prozessor.

Die neue Teradata Data Warehouse Appliance verfügt über das Teradata Integrated Workload Management (IWM). Bisher waren in den Appliances von Teradata lediglich ein CPU-Ressourcenmanagement, Filter und Kontrollregeln für gleichzeitige Anfragen, sogenannte Throttles, vorhanden. Jetzt umfasst IWM neben einem CPU- auch ein I/O-Ressourcenmanagement und flexible Klassifikationen. Zusätzlich zu den Filtern und Throttles verfügt das Workload-Management über taktische Priorisierungs- und Ausnahmeregelungen für Workload-Gruppen und gleichzeitige Systemnutzung.

 

 

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