Dell ist jetzt ein Familienunternehmen

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Nach der erfolgten Privatisierung sieht Michael Dell den Computerhersteller wieder als Familienunternehmen. In Zukunft soll verstärkt in Forschung und Ausbau des Geschäfts investiert werden. Bei Betriebssystemen will Dell künftig auf eine größere Auswahl setzen.

DellErstmals stellt Michael Dell nach der erfolgreichen Übernahme des Computerherstellers die neue Firmenstrategie auf dem Dell Technology Camp in Paris vor. Er sieht die Firma als Familienunternehmen und ist daher “nicht auf kurzfristiges Denken beschränkt und nicht an einen 90 Tage Zyklus gebunden.” Dell will in Zukunft den Forschungsbereich weiter ausbauen und auch die Vertriebsmannschaft und das Partnerprogramm erweitern. Besonders bei der schnell wachsenden Kundengruppe von Unternehmen mit 100 bis 5000 Mitarbeitern sieht er Wachstumschancen.

Vor seinem Auftritt in Paris sprach Dell in Frankfurt mit deutschen Kunden. “Für die deutschen Mittelstands-Kunden, mit denen ich gesprochen habe, war es wichtig, dass wir Support etwa in Aserbeidschan und 180 weiteren Ländern anbieten können.” Michael Dell zeigte sich zufrieden mit dem Geschäft in Deutschland. Nach eigenen Aussagen erzielte Dell mit dem Server-Geschäft in Deutschland ein Plus von 35 Prozent.

Das Geschäft von Dell Enterprise ist generell um neun Prozent gestiegen. “In Emerging Markets gibt es Bedarf für Enterprise Class IT”, stellt Michael Dell heraus. Unzufrieden zeigte er sich über einige Veröffentlichungen über das Unternehmen: “Es gab viele inkorrekte Geschichten über uns und ich hatte nicht die Möglichkeit, das richtig zu stellen.” Dell stellt klar, dass er weiter in das Client-Geschäft investieren wird. “Der PC ist nicht tot, es kommen viele neue PCs.” Daneben liegt ein großer Fokus auf Tablets.

Michael Dell und Microsoft könnten gemeinsame Besitzer des Unternehmens Dell werden.
Neuer und alter Firmenchef Michael Dell: “Wir sind jetzt ein Familienunternehmen”. Quelle: Dell.

Über die Aussichten des kürzlich veröffentlichten Betriebssystems Windows 8.1 sagte Michael Dell: “Wir sind fokussiert auf den Geschäftsbereich und dort ist die Migration auf Windows 7 das Thema. Windows RT war ein Fehler, aber Windows 8.1 scheint viel stärker zu sein. Im Commercial Bereich gibt es noch keine große Adoption von Windows 8. Wir kooperieren mit Microsoft und Intel, aber auch anderen und wir setzen auf Linux und Hadoop.” Der Computerhersteller will den Kunden die Wahl lassen, ob Rechner mit Windows, Android oder Ubuntu laufen.

Die Strategie von Dell fußt auf vier Säulen: Transform, Connect, Inform und Protect. Im Blickpunkt steht dabei die Transformation zu einer agileren, konvergenten Infrastruktur. Im Bereich Information speichere Dell mehr TByte an Daten als die Konkurrenz. Umfassende Sicherheit biete Dell bei Protect. Ein weiterer großer Fokus liegt bei Connect. “Die Grenzen zwischen Storage, Netzwerk und Server verschmelzen”, betont Dell. “Bei Software haben wir ein erhebliches Portfolio aufgebaut mit 30 Zukäufen und bieten Sicherheit, Backup, Information Management.”

Die Hälfte der Mitarbeiter ist im Services-Bereich beschäftigt: “Wir haben große vertikale Expertise, beherrschen Anwendungen, Outsourcing und Managed Security. Wir schützen tausende der größten Unternehmen der Welt, die kritische Informationen haben.” In Sachen Konvergenz gebe es eine wachsende Partnerschaft mit Oracle: “Unsere Systemmanagement Werkzeug sind eng mit denen von Oracle verzahnt. Eine Menge Kunden rollen Oracle aus, wir sind aggressiv. Auch mit SAP HANA machen wir eine Menge. Im Dezember stellen wir unseren neuen vier-Socket Server vor, der preisgünstig ist und Höchstleistungen bringt.”

[mit Material von Dr. Jakob Jung, Channelbiz.de]

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