Apple sichert sich israelischen 3D-Sensor-Hersteller

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Für angeblich 345 Millionen Dollar soll Apple den israelischen 3D-Sensor-Spezialisten PrimeSense übernommen haben. PirmeSense-Technologie kommt unter anderem in Microsofts Kinect zum Einsatz.

Primesense_logoDer 3D-Sensor-Spezialist PrimeSense soll jetzt für 345 Millionen Dollar an Apple gegangen sein. Von dem israelischen Hersteller stammen die 3D-Sensoren, die unter anderem in Microsofts Bewegungssensor Kinect, iRobots Telepräsenz-Roboter Ava und Asus’ PC-Bewegungssteuerung Wavi Xtion oder auch in verschiedenen 3D-Scannern zum Einsatz kommen. Den Kauf meldet das israelische Technologiebranchendienst Calcalist.

All Things D hingegen berichtet, dass die Transaktion erst im Lauf dieser Woche abgeschlossen werden wird. Beide Firmen verhandelten aber über eine mögliche Akquisition. Einer Quelle von All Things Digital zufolge könnte der Kaufpreis bis zu 20 Millionen Dollar höher ausfallen als von der israelischen Zeitung berichtet.

“Wir konzentrieren uns auf den Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens, während wir Techniken für 3D-Sensoren und natürliche Bedienung für mobile Geräte und das interaktive Wohnzimmer auf den Markt bringen”, zitiert Reuters eine Sprecherin von PrimeSense. “Wir kommentieren nicht das Vorgehen unserer Partner, Kunden oder potenziellen Kunden und wir gehen nicht auf Gerüchte ein.”

Calcalist zufolge hat PrimeSense bisher 85 Millionen Dollar Risikokapital erhalten, unter anderem von Canaan Partners Global, Gemini Israel und Genesis Partners. All Things Digital schätzt den Wert des Unternehmens anhand dessen auf rund 250 Millionen Dollar.

Schon im Juli hatte Calcalist berichtet, Apple sei an PrimeSense interessiert. Damals soll der iPhone-Hersteller 280 Millionen Dollar geboten haben. Ziel sei es, die Technik in eigenen Produkten einzusetzen.

Es wäre auch nicht das erste Mal, dass Apple ein israelisches Unternehmen kauft. Anfang 2012 zahlte es 400 Millionen Dollar für das Start-up Anobit, das auf Flashspeicher und digitale Signalprozessoren spezialisiert ist.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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