SAP erneuert Collaboration-Lösung Jam

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Inzwischen leistet sich fast jedes größere Unternehmen eine eigene Collaboration-Lösung. Auch SAP mach da keine Ausnahme. Nach rund einem Jahr erweitert SAP Jam mit vordefinierten Koopertionsprozessen, so genannte Work Patterns für bestimmte Szenarien oder Prozesse im Unternehmen.

Die neuen Work Pattern hat SAP zusammen mit Anwendern mit Leben gefüllt. Über vordefinierte Inhalte sollen Anwender schneller zu Ergebnisen kommen. Quelle: ZDNet.com
Die neuen Work Pattern hat SAP zusammen mit Anwendern mit Leben gefüllt. Über vordefinierte Inhalte sollen Anwender schneller zu Ergebnisen kommen. Quelle: ZDNet.com

SAPs wichtigstes Alleinstellungsmerkmal mit Jam ist vermutlich eine enge Integration mit den verschiedenen Business-Lösungen des Herstellers. Seit etwa einem Jahr hat der Anbieter daher auch das Konzept des Sozialen Geschäftsprozesses in ein Produkt gegossen.

Seither sollen über 10 Millionen Anwender auf die Enterprise-Social-Networking-Lösung Jam zugreifen. Über sämtliche Endgeräte hinweg können Mitarbeiter damit mit Kollegen und Partnern  entlang der Geschäftsprozesse zusammenarbeiten und sich austauschen.

Mit einer neuen Version versucht SAP die eigene Collaboration-Lösung nun noch attraktiver zu machen: Über die so genannten Work Patterns sollen Unternehmen jetzt eine vollständige Sicht auf vordefinierte Kooperationsprozesse bekommen. Mitarbeiter sollen so schnell und präzise sämtliche Informationen bekommen, die sie für die Entscheidungsfindung benötigen. Work Patterns sind für wichtige operative Prozesse vorgesehen, die Kunden, Mitarbeiter und Geschäftspartner betreffen.

Die ersten vordefinierten Pattern, die SAP jetzt liefert, unterstützen vor allem Vertriebs- und Serviceprozesse durch die Integration in SAP CRM. Fachwissen, Inhalte, Problemlösungen sowie Vorlagen verbinden diese Work Patterns mit Anwendungs- und Echtzeitdaten aus den Unternehmenssystemen. Die ersten Work Patterns ermöglichen, Daten und Business-Objekte aus SAP CRM auch in SAP Jam zur Verfügung zu stellen. Das soll Vertriebsmitarbeitern bei der Account-Planung, beim Opportunity Management, bei virtuellen Deal-Room-Besprechungen und bei der Planung der Serviceanforderungen unterstützen.

Dabei sollen vor allem Daten, die sich schnell ändern, über die Work Patterns für die Mitarbeiter stets den aktuellen Stand widerspiegeln. Dafür hat SAP in Jam eine gewisse “Intelligenz” eingebaut. Das System erkennt relevante Daten, interpretiert sie und zeigt Mitarbeitern, Partner oder auch Kunden Dokumente, Personen und oder Projekte an, die mit der Fragstellung im Zusammenhang stehen.

Jam liefert den Mitarbeitern daher eine Liste verschiedener Work Patterns. Die vordefinierten Prozesse zeigen dann ein vollständiges Bild der Situation oder des Projekts, zeigen Experten mit dem nötigen Fachwissen und schlägt in einer Blaupause wiederverwertbare Konzepte vor. Zudem erlaubt es die aktualisierte Lösung, Prozesse flexibel an die individuellen Anforderungen im Projekt anzupassen.

“Wenn wir eine Verkaufsstrategie entwickeln oder Account-Planung durchführen, wenn wir ein neues Team einarbeiten oder von einem Mentor betreut werden, ist es immer wichtig, die richtigen Daten, Inhalte, Prozesse und Personen zusammenzuführen”, kommentiert Sameer Patel, SVP und General Manager von Enterprise Social Software bei SAP.

Als beispielhaften Anwender nennt SAP die Hotelkette Marriott. Diese kombiniert Jam mit SuccessFactors, um das Lernen und den Wissensaustausch innerhalb des Unternehmens zu vereinfachen. Darüber hinaus werden über diese Lösungen Best Practices weitergeben, um Ideen zu sammeln, zu priorisieren und Entscheidungsprozesse zu beschleunigen.

Die Work Patterns führt SAP in einer First-to-Market-Strategie ein. Das heißt, dass diese Pattern zusammen mit Jam-Anwendern entwickelt wurden.

Vom 14. November bis 5. Dezember werden SAP Jam und SAP CRM nach dem Rolling-Release-Modell ausgeliefert. In diesem Modell entfallen Versions-Upgrades.

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