Microsoft verkauft ab sofort Anti-Google-Artikel

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Seit Wochen schießt Microsoft mit der sogenannten Scroogled-Kampagne gegen Konkurrent Google. Begonnen hat es mit der Nachricht, dass Google die E-Mails von Gmail-Kunden scannt und dementsprechend Werbung ausspielt. Jetzt verkauft Microsoft unter anderem Tassen und T-Shirts mit Anti-Google-Sprüchen.

Microsoft fährt im Kampf gegen Google neue Geschütze auf. Die Scroogled-Kampagne umfasst ab sofort einen Anti-Google-Store. Dort können Google-Gegner Tassen, T-Shirts und Kappen mit Anti-Google-Sprüchen und dem Scroogled-Logo kaufen. Beispielsweise prangt auf der Tasse der Spruch “Keep Calm While We Steal Your Data” (Bleib ruhig, während wir deine Daten klauen).

Die Merchandising-Artikel sind der momentane Höhepunkt der “Scroogled”-Kampagne. Anfang des Jahres richtete Microsoft eine eigene Seite über die dunkle Seite von Google ein, um das damals neue Outlook.com zu bewerben. Selbst Fernsehspots ließ das Unternehmen im US-Fernsehen ausstrahlen.

Anti-Google-Tasse Scroogled von Microsoft (Bild: Screenshot Microsoft Store)

Microsoft zielt dabei nicht nur auf das Scannen von Gmail-Nachrichten nach Stichworten für personalisierte Werbung durch Google, sondern auch auf Google Shopping. Microsoft wirft dem Konkurrenten vor, dass nur noch bezahlte Ergebnisse gelistet werden und rät dem Nutzer zur eigenen Suchmaschine Bing zu wechseln.

Die Anti-Google-Kampagne hat sich teilweise als Eigentor erwiesen. Microsoft rief im Dezember letzten Jahres unter dem Hashtag #DroidRage Nutzer auf, ihre Erlebnisse mit Android-Malware zu erzählen. Die beste Geschichte sollte mit einem Geschenk belohnt werden. Allerdings riefen Nutzer kurz darauf unter dem Hashtag #WindowsRage auf, über Malware-Erfahrung in Microsoft Desktop-Versionen zu berichten.

Auch in der NSA-Affäre kommt Microsoft nicht gut weg. Wie der Spiegel im Juli berichtet hatte, hat das Unternehmen mit den US-Geheimdiensten NSA und CIA zusammengearbeitet. Dabei wurden das als abhörsichergeltende Skype und andere Microsoft-Dienste abgehört. Dabei hatten die Behörden auch Zugriff auf Hotmail- und Outlook-Konten.

Wie sich die neueste Scroogled-Kampagne entwickelt, wird sich zeigen. Bisher ist Google auf die Provokationen aus Redmond nicht eingegangen.



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