Preisabsprache: EU-Kommission ermittelt gegen Samsung, Philips und Media-Markt

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Die EU-Kommission ermittelt gegen die Hersteller Samsung und Philips wegen unerlaubter Preisabsprachen. Bereits am Donnerstag haben Ermittler europaweit Geschäftsräume und Büros durchsucht.

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Die EU-Wettbewerbskommission ermittelt wegen des Verdachts auf unerlaubte Preisabsprachen gegen Samsung und Philips. Dafür sollen bereits am Donnerstag in verschiedenen Länderniederlassungen Geschäftsräume durchsucht worden sein. Wie Agenturen übereinstimmend berichten, sollen auch Büros der deutschen Einzelhahandelskette Mediamarkt-Saturn von den Ermittlern durchsucht worden sein.

Die EU prüfe laut eigenen Angaben, ob unerlaubte Absprachen getroffen worden sind. So sollen die Unternehmen die Zahl von Produkten im Online-Handel beschränkt haben. Damit könnten die Preise in die Höhe getrieben worden sein. Auch sollen auf diese Weise in einigen Kanälen Produkte nicht verfügbar gewesen sein. Wie ein Samsung-Sprecher erklärte, kooperiere Samsung. Weitere Angaben machte der Sprecher jedoch nicht.

Von der EU heißt es, dass die untersuchten Unternehmen zu den Bereichen Herstellung, Vertrieb und Verkauf von Elektronik-Produkten und Haushaltsgeräten zählen. Namen von Unternehmen nennt die EU derzeit nicht.

Sollten die Ermittlungen den Verdacht erhärten, wird die Kommission ein Verfahren eröffnen. Eine gesetzliche Frist für diese Untersuchung bestehe nicht, so die EU. Bei einer Verurteilung kann die EU ein Bußgeld in Höhe von 10 Prozent des Jahresumsatzes eines Unternehmens als Strafe festlegen.

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