Junge Informatiker wollen am liebsten für Google, SAP und Audi arbeiten

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Als wichtigste Karriereziele geben die Informatiker eine ausgewogene Work-Life-Balance und Jobsicherheit an. Immer unwichtiger wird das Streben nach einer leitenden Funktion. Neben der Softwareindustrie bleiben die Automobilhersteller am attraktivsten für junge IT-Experten.

Welche Arbeitgeber sind für junge Arbeitnehmer mit IT-Hintergrund am beliebtesten? Auf diese Frage hat die Beraterfirma Universum Communications in einer Umfrage eine Antwort gesucht. Die Ergebnisse liegen nun vor. Das Unternehmen hat 638 junge Informatiker (40 Jahre oder jünger mit ein bis acht Jahren Berufserfahrung nach dem Studium) in Deutschland zur Attraktivität von Unternehmen und ihren langfristigen Karrierezielen befragt.

Die beliebtesten Arbeitgeber der IT-Experten

beliebteste Arbeitgeber von Informatikern

Am liebsten arbeiten die befragten demnach bei Google. Damit führt der Internetkonzern zum sechsten Mal in Folge das Ranking an. Im Vergleich zum Vorjahr konnte sich SAP um zwei Positionen verbessern und rangiert bei den Befragten nun auf Platz 2. Ebenfalls auf dem Treppchen landet Audi, dass vier Plätze zulegen konnte.

Auf den weiteren Plätzen folgen die BMW Group (Vorjahr Platz 3), Microsoft (Platz 2). IBM Deutschland verteidigte Rang 6 und Siemens ist aktuelle auf Position 7 (Vorjahr Platz 5). Amazon, Porsche und Volkswagen vervollständigen die Top Ten.

Die Aufsteiger

Die meisten Plätze unter den 30 attraktivsten Unternehmen der Informatiker hat ProSiebenSat1 Media gut gemacht. 24 Positionen ging es für den Fernsehsender nach oben auf Platz 29. Der Energiekonzern E.ON konnte sich um 23 Positionen auf Rang 30 verbessern.

“Für die Informatiker ist die Automobilbranche attraktiv, weil sie erkannt haben, dass die Rolle der Informationstechnologie in der Automobilindustrie immer wichtiger wird. Die Automobilunternehmen werden von den Informatikern mit einem attraktiven Gehalt, einer sicheren Anstellung und einem freundlichen Arbeitsumfeld in Verbindung gebracht. Dies sind genau die Kriterien, die einen Arbeitgeber attraktiv machen,” erklärt Stefan Lake, Country Manager Deutschland bei Universum Communications.

Langfristige Karriereziele

Für die befragten Informatiker ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben das wichtigste langfristige Karriereziel. Damit liegt dies seit 2009 an erster Stelle der Karriereziele. Damals war die Work-Life-Balance für 40 Prozent der Befragten am wichtigsten. 2013 erreichte der Wert seinen Höchststand mit 52 Prozent.

Ebenfalls an Bedeutung gewinnt der Wunsch nach einem sicheren Anstellungsverhältnis. Er liegt nun auf Platz 2 der Karriereziele. Gefolgt wird dies vom Verlangen nach intellektueller Herausforderung und dem Wunsch, sich als technischer Experte oder Fachexperte profilieren zu können.

Für junge Informatiker wird es dagegen immer uninteressanter, eine Führungskraft mit leitender Funktion zu werden. Nur noch 25 Prozent der Befragten strebten eine Führungsfunktion an. 2009 lag der Wert noch bei 43 Prozent.

Jobzufriedenheit steigt weiter

Generell sind die jungen IT-Experten mit ihrer aktuellen Arbeit zufrieden. Auf einer Skala von 1 bis 10 erreicht die Zufriedenheit 7,6 Punkte. Dies ist der höchste Wert über alle Berufsgruppen hinweg. Die Bereitschaft, den Job zu wechseln, beeinflusst dies allerdings nicht. Etwa ein Drittel der Befragten haben Interesse daran, ihren Arbeitgeber im kommenden Jahr zu wechseln.

Als Gründe geben die Informatiker an ein besseres Gehalt (72 Prozent) oder die Möglichkeit an, etwas Neues zu machen, ohne dabei einen Karriererückschritt in Kauf nehmen zu müssen (40 Prozent)

“Unternehmen, die ihre IT-Experten halten und junge Informatiker für sich interessieren wollen, sollten deren Erwartungen an den Arbeitgeber genau analysieren und entsprechende Angebote machen. Konkret heißt dies: Teilzeitstellen und Krippenplätze schaffen, Erholungs- und Fitnessräume in die Unternehmen integrieren, gesundes Essen anbieten und generell mehr Flexibilität anbieten. Unternehmen, die diese Bedürfnisse nicht ernst nehmen, riskieren, im Kampf um die besten Talente unterzugehen”, erklärt Lake.

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