Abhörsicheres Blackphone von Geeksphone entwickelt

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Auf dem MWC im Februar will das in der Schweiz ansässige Joint Venture von Silent Circle und Geeksphone das Gerät vorstellen. Die Basis für das Betriebssystem PrivatOS bildet Android. Ab Ende Februar ist das Smartphone vorbestellbar.

Der spanische Telefonhersteller Geeksphone, Silent Circle und Sicherheitsexperten rund um PGP-Erfinder Phil Zimmermann haben ein Joint Venture ins Leben gerufen, um ein Smartphone zu entwickeln und auf den Markt zu bringen, das möglichst abhörsicher ist. Der Sitz des Gemeinschaftsunternehmens mit dem Namen Blackphone ist die Schweiz

BlackphoneAls Betriebssystem kommt das auf Android basierende PrivatOS zum Einsatz. Weder an Netzbetreiber noch an Hersteller soll das Smartphone gebunden sein. Zudem soll es sichere Kommunikation über Anrufe, Textnachrichten, Dateiübertragung und -austausch sowie per Videochat ermöglichen.

Neben Zimmermann zählen die Geeksphone-Gründer Javier Aguera und Rodrigo Silva-Ramos, PGP-Mitgründer und Silent-Circle-CTO Jon Callas sowie Silent-Circle-CEO Mike Janke (ein früheres Mitglied der Spezialeinheit US Navy SEALs) zu den Initiatoren. Zimmermann kommentiert, ein Wunsch gehe in Erfüllung: “Ich habe meine ganze Karriere damit verbracht, sichere Telefonieprodukte einzuführen. Blackphone stellt den Nutzern alles zur Verfügung, was sie brauchen, um Schutz der Privatsphäre und Kontrolle über alle ihre Kommunikation sicherzustellen. Dazu kommen alle sonstigen High-End-Smartphone-Features, die man heute erwarten kann.”

In Barcelona auf dem Mobile World Congress (MWC) soll das Blackphone vorgestellt werden. Ende Februar kann man das Smartphone vorbestellen. Allerdings haben die Initiatoren noch keinen Preis genannt.

Geeksphone aus Madrid erlangte weltweite Bekanntheit durch die Arbeit an Firefox-Smartphones. Silent Circle ist ein weltweit agierender Kommunikationsdienstleister mit Sitz in Washington D.C. Das Unternehmen betrieb den sicheren E-Mail-Dienst Silent Mail, bis die Gründer sich entschlossen, ihn offenbar aufgrund zunehmenden Drucks durch Geheimdienste und andere Behörden einzustellen – fast zeitgleich mit dem von Edward Snowden genutzten ähnlichen Angebot Lavabit.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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