HP verkauft wichtige Palm- und Compaq-Patente an Qualcomm

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Etwa 2400 Schutzrechte vor allem aus dem Bereich Mobile erwirbt Qualcomm von HP. Ein Kaufpreis ist nicht bekannt. Es scheint, als wolle sich Hewlett-Packard vollständig aus dem Bereich Mobile verabschieden.

040609_palm_preHP verkauft für eine unbekannte Summe ein großes Patentportfolio, das aus den Übernahmen von Palm, Compaq und Bitfone stammt. Das Portfolio umfasst rund 1400 Schutzrechte für die USA sowie 1000 Patente und Patentanträge in anderen Ländern, heißt es von Qualcomm. Die meisten Patente sind um die Palm-Geräte, dem Windows-basierten iPaq und der Geräteverwaltungsplattform Bitfone angesiedelt. Die Patente sollen Teilweise auch “fundamentale” Innovationen für mobile Betriebssysteme abdecken.

Qualcomm kann sichert sich damit nicht nur wichtige Patente, sondern auch ein Stück Technologie-Geschichte. Palm hatte in den 90er-Jahren mit dem Verkauf von Personal Digital Assistants (PDA) begonenn und diese dann später auch mit Telefonen verbunden. Um das Jahr 2000 herum startete Compaq damit, das Microsoft-basierte iPaq-Handheld zu verkaufen.

HP hatte beide Unternehmen später übernommen und schließlich auch beide Produktlinien still gelegt. Noch im Jahr 2006 hatte HP den Mobile-Device-Management-Spezialisten Bitfone übernommen. Ursprünglich sollte mit Bitfone die iPaq-Familie ergänzt werden. 2011 hatte HP unter Leo Apotheker das webOS von Palm beendet.

Erst im Vergangenen Februar hatte HP, wie damals berichtet wurde, sämtliche Rechte, Entwickler, Dokumentationen rund um das mobile Betriebssystem WebOS an LG für eine ungenannte Summe verkauft.

Mit dem Patentportfolio könne Qualcomm “künftige und aktuellen Lizenznehmern” noch mehr Mehrwert liefern. Qualcomm stellt nicht nur mobile Chips her, sondern besitzt auch zahlreiche Technologien für mobile Geräte und Netze. Ein guter Teil des Qualcomm-Umsatzes stammt daher aus Lizenzeinnahmen.

HP macht mit dem Verkauf einmal mehr deutlich, dass es im Bereich Mobile keine Technologieführerschaft mehr anstrebt.

 

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