Linux-Experten händeringend gesucht

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Eine bessere Bezahlung und deutlich mehr Auswahl bei den Angeboten können IT-Fachkräfte erwarten, die Linux-Skills mitbringen. Im Vergleich zum Vorjahr steigt der Bedarf weiter an.

Nur 17 Prozent der Unternehmen setzen überhaupt kein Linux ein. Quelle: SUSE
Nur 17 Prozent der Unternehmen setzen überhaupt kein Linux ein, ungebrochen hoch ist daher die Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften. Quelle: SUSE

Die Linux-Foundation und der Technologie-Personaldienstleister Dice stellen ihre Aktuelle Studie “Linux Job Report” vor, in dem Human Ressource Manager und Linux-Profis zu den Job-Aussichten im Linux-Markt befragt werden.

Rund 1000 HR-Manager wurden befragt und 77 Prozent der Personalverantwortlichen wollen noch in diesem Jahr Linux-Talente einstellen. Im Jahr zuvor waren das noch 73 Prozent. Innerhalb der nächsten sechs Monate wollen darüber hinaus die Personalverantwortlichen zu 90 Prozent Linux-Experten einstellen.

Nach wie vor scheint es für die Mehrzahl der Personaler nicht gerade einfach zu sein, geeignete Kandidaten zu finden. 90 Prozent der Befragten werten diese Phase als schwierig oder sehr schwierig.

Unternehmen suchen vor allem Systemadministration, Anwendungsentwicklung unter Linux und Engineering. Nach wie vor scheint es auch vor allem auf Infrastrukturebene eine große Nachfrage nach Linux-Spezialisten zu geben. Die Linux-Foundation frage zwar nicht sehr Detailliert ab, welche Bereiche besonders nachgefragt werden, jedoch scheint auch der aktuelle Cloud-Boom ein Stück weit für die steigende Nachfrage nach Linux-Spezialisten verantwortlich zu sein.

Auch die befragten Linux-Entwickler selbst bestätigen die starke Nachfrage. 86 Prozent erklären, durch Linux-Kenntnisse bei der Job-Suche profitieren zu können. Zudem erklärten 75 Prozent der Linux-Profis, im zurückliegenden halben Jahr von einem Headhunter angesprochen worden zu sein. Über 50 Prozent geben sogar an, sechsmal oder häufiger angesprochen worden zu sein.

Und das schlägt sich natürlich auch in den Gehältern nieder. Rund ein Drittel der Arbeitgeber sei laut eigenen Angaben bereit, mit Zusatzangeboten Talente für sich zu gewinnen. Dazu zählen zum Beispiel kostenlose Trainings oder auch die Möglichkeit von zuhause aus zu arbeiten. Und etwa ein Fünftel der Arbeitnehmer gibt in der Aktuellen Umfrage an, von solchen Angeboten zu profitieren.

Im Schnitt liegen die Boni bei rund 10.000 Dollar. Im Vergleich zu anderen Gehältern in der IT-Branche steigen die Vergütungen für Linux-Fachkräfte laut Dice um zwei Prozent über dem Branchendurchschnitt.

Die Studie ist zwar international, hat jedoch einen US-Schwerpunkt. An der Umfrage konnten jedoch nur Unternehmen teilnehmen, die bereits mindestens eine Linux-Fachkraft im Unternehmen angestellt haben, oder die Einstellung für 2014 planen. Von daher ist der vergleichsweise hohe Anteil von HR-Managern, die Linux-Spezialisten einstellen wollen, nicht auf die gesamte Industrie anwendbar. Jedoch lässt sich aus den Zahlen ein Trend ablesen.

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