Stadt München entscheidet sich bei Groupware für Kolab

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Funktionsumfang, Sicherheit, Skalierbarkeit und professioneller Support waren dafür verantwortlich, dass die Stadt München sich im Projekt MigMak für die Schweizer Open-Source-Lösung Kolab Enterprise entschieden hat.

E-Mail unter Kolab.org. Quelle: Kolab.org
E-Mail unter Kolab.org. Quelle: Kolab.org

München hat sich nach einem umfangreichen Ausschreibungsverfahren für den Einsatz der Schweizer Lösung Kolab Enterprise entschieden. Künftig werden der Kolab Desktop Client und auch der Kolab Web Client von Kolab Enterprise 13 auf 14.000 Linux-Rechnern, mobilen Geräten sowie den verbleibenden Windows-Rechner der Landeshauptstadt zum Einsatz kommen. Die Landeshauptstadt hatte Ende 2013 das ehrgeizige Limux-Projekt abgeschlossen und auch noch im Nachgang für Diskussionen gesorgt.

Projekt MigMak, kurz für Migration Mail- und Kalendersystem, nennt sich das Vorhaben der Stadt München in sämtlichen Referaten und Betrieben die ursprünglich für das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie (BSI) entwickelte Software der Kolab Systems AG einzuführen. Laut der offiziellen Ausschreibung ist die Systemimplementierung auf etwa ein Jahr angelegt und soll ein Auftragsvolumen von 3 Millionen Euro haben. Demnach könnte diese Migration bereits Ende 2014 abgeschlossen sein.

“Entscheidend für die Vergabe waren insbesondere technische Aspekte sowie die umfassende Unterstützung des IT-Sicherheitskonzepts der Landeshauptstadt München”, heißt es in einer Mitteilung von Kolab. Weitere Faktoren waren die Tatsache, dass die Lösung “vollständig als Open-Source-Technolgie” zur Verfügung stehe sowie professioneller Support für die Lösung.

Als Generalunternehmer wird der Fürstenfeldbrucker Kolab Systems Partner ESG die Migration und das abschließende Testing der Lösung übernehmen. Neben der Systemspezifikation und begleitender Beratung wird ESG auch ein Migrations- und Einführungsskonzept erstellen. Auf diese Weise sollen die Bestandsdaten der Altsysteme überführt sowie weitere Systeme angebunden werden. Daneben wird auch der Bremer Spezialist szenaris ein Schulungskonzept samt webbasiertem Lernmodul für die Migration anbieten.

Der Kolab-Server Kontact stammt aus dem KDE-Projekt und unterstützt neben Linux auch Windows sowie verschiedene mobile Plattformen. Die Software ist in Qt geschrieben und liefert darüber hinaus auch Schnittstellen zu zahlreichen Produkten von Drittherstellern wie zum Beispiel Apple oder das BlackBerry Z10. Erst vor wenigen Tagen hat Kolab die quelloffene Version Kolab.org 3.1 veröffentlich, auf der die Enterprise-Version basiert. Der Kolab Mail Client basiert auf der Open-Source-Lösung Roundcube. Koalb bietet hier auch Module für Elliptic Curve Cryptography (ECC) an, die den Server gegen unerwünschte Zugriffe absichern sollen.

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