VMware stellt hybriden virtuellen Desktop vor

CloudUncategorized

Laut Herstellerangaben soll VMware Horizon das erste virtuelle Desktop-Angebot sein, das sich aus einer Public Cloud und aus einer privaten Infrastruktur heraus betreiben lässt. Neben Windows unterstützt Horizon, iOS, Android oder auch HTML5-basierte Clients.

Horizon DaaS von VMware liefert einen hybriden Ansatz für die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsplätzen. Quelle: VMware
Horizon DaaS von VMware liefert einen hybriden Ansatz für die Bereitstellung von virtuellen Arbeitsplätzen. Quelle: VMware

VMware stellt für Endanwender das Desktop-as-a-Service-Angebot Horizon DaaS vor. Das Angebot ist ab sofort verfügbar. Daneben bietet VMware mit Horizon DaaS Platform eine Version für Service-Provider, die die VMware-Lösung auf eigene Rechnung weitervertreiben können. Die Platform-Version liefert eine End-to-End-Lösung für DaaS und damit auch einen Broker für sicheres Multi-Tenant sowie einen Orchestrator.

Mit dem neuen Angebot integriert VMware auch die Technologie der Desktone-Übernahme in das eigene Produktportfolio. Horizon DaaS unterstützt neben herkömmlichen Desktops, Laptops, Thin- oder Zero-Clients auch iOS- oder Android-Geräte sowie HTML5-Clients. Auch Funktionen für USB und Multimedia liefert VMware mit diesem Service aus. Nutzer können damit praktisch von jedem beliebigen Endgerät auf ihren Arbeitsplatz zugreifen. Die Nutzererfahrung, so VMware in einer Mitteilung passt sich automatisch an das entsprechende Endgerät an.

Jede virtuelle Maschine wird mit einer CPU, 2GB Arbeitsspeicher und 30 GB Storage provisioniert. Unterstützt werden verschiedene Windows Versionen wie etwa Windows XP, Windows 7, die 64-Bit-Version von Windows 8, und daneben auch Windows Server 2008 R2 oder Windows Server 2012. In einem kostenlosen Test kann die Lösung ausprobiert werden. Allerdings sei der Service derzeit für Anwender aus den Vereinigten Staaten optimiert, teilt VMware mit.

Anwender haben mit Horizon DaaS die Wahlfreiheit, den Dienst als reine Cloud-Anwendung über einen Service-Provider oder einen VMware-Partner zu beziehen, oder die VDI im eigenen Rechenzentrum vorzuhalten. Vor allem für Unternehmen, die hohe Ansprüche an Sicherheit und Leistungsfähigkeit der VDI stellen, haben mit der On-Premises-Version auf einer privaten- oder hybriden Cloud mit der VDI-Lösung VMware Horizon View eine Alternative. Die Vorteile liegen in minimalen Latenzzeiten und einer noch umfassenderen Kontrolle der Desktops. Bei Bedarf lassen sich diese Modelle auch parallel betreiben.

VMware hat mit VMware Horizon View (vormals VMware View) bereits seit einigen Jahren ein Angebot für On-Premises-VDI. “Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass viele Anwender, die eine DaaS in den letzten Jahren installiert haben, gemischte Umgebungen wünschen, die sowohl On-Premise als auch Cloud-Destkops umfasst. Bislang aber können nur wenige Angebote eine nahtlose Nutzererfahrung über verschiedene Clouds hinweg bieten”, kommentiert Sumit Dhawan, Vice President und General Manager für Desktops bei VMware.

Das VMware Horizon DaaS basiert auf dem VMware vCloud Hybrid Service, einer Plattform, die die Verwaltung von Anwendungen, Netzwerken, Management, Operation und Tools On-Premise und auch in anderen Umgebungen ermöglicht. Damit können Anwender neben einem virtuellen Desktop auch andere hybride Anwendungen mit anbieten.

Mit Horizon DaaS will VMware auch das Konkurrenzangebot von Amazon in den Schatten stellen. Wie auch Amazon WorkSpaces kostet das Cloud-Angebot von VMware 35 Dollar pro Nutzer und Monat. (Europa-Preise sind derzeit noch nicht bekannt). Zwar bekommen die Nutzer auf Amazon WorkSpaces Hardware-seitig mehr Optionen zur Auswahl, doch soll es sich bei dem Betriebssystem nicht um ein echtes Windows 7 handeln, sondern um eine angepasste Version von Windows Server. Das kann in Einzelfällen zu Kompatibilitätsproblemen führen.

Doch für viele Unternehmen wird wohl die Möglichkeit ausschlaggebend sein, VMware Horizon auch in einer Private-Cloud-Umgebung betreiben zu können. Der Amazon-Desktop hingegen legt den Nutzer auf die Cloud-Infrastruktur von Amazon fest. Als Vorteile einer virtuellen Desktop-Infrastruktur nennt Sumit Dhawan in einem Blog die Punkte, Vorhersagbarkeit der Kosten, geringe Einstiegskosten, Flexibilät und die Möglichkeit schnell und bequem neue Arbeitsplätze anzulegen.

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen