Neil Young rettet den Musikgenuss

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Weil bei MP3 nur 5 Prozent der ursprünglichen Qualität einer Aufnahme erhalten bleiben, will Neil Young mit Hilfe von Crowdsourcing neben einem neuen Musikformat auch einen eigenen Player etablieren.

Expecting to fly: Neil Young kündigt auf der Crowdsourcing-Plattform Kickstarter einen neuen Musikplayer an.

Der PonoPlayer soll auch den Streamingdienst PonoMusic unterstützten. Die ersten Interessenten werden das Gerät für 200 Dollar erhalten. Diese Slots sind aber schon alle gebucht; wer im Oktober 2014 einen der ersten PonoPlayer in Händen halten möchte, muss nun mindestens 300 Dollar ausgeben. Der offizielle Kaufpreis des Geräts wird mit 399 Dollar noch höher liegen.

Der PonoPlayer von Neil Young. Quelle: Kickstarter
Der PonoPlayer von Neil Young. Quelle: Kickstarter

Der Musiker Young hatte den PonoPlayer schon 2012 in einem US-Fernsehinterview angekündigt. Er ist aus seinen Bemühungen um ein hochwertigeres Musikformat als etwa MP3 hervorgegangen, das Pono heißt. Anders als befürchtet wird der PonoPlayer laut Kickstarter-Beschreibung auch Fremdformate unterstützen, nämlich zumindest FLAC mit bis zu 24 Bit/192 kHz. Das heißt, dass Pono-Nutzer auch andere Musikdienste wie HDTracks nutzen könnten.

“PonoMusic ist ein komplettes Ökosystem für Musikfreunde, die ihre Lieblingsmusik genau so hören möchten, wie sie der Künstler geschaffen hat, mit der im Studio gewählten Auflösung”, heißt es etwas hochtrabend bei Kickstarter. 2013 hatte Young schon angekündigt, er habe die Unterstützung von drei Major Labels.

Die offizielle Vorstellung von PonoPlayer und PonoMusic erfolgt auf der Veranstaltung SXSW in Austin, Texas. Die ersten Geräte sollen dann im Oktober auf den Markt kommen.

In einem Beitrag auf Youngs Website vom Mai 2011 hieß es, schon die CD habe die Hörer um die volle Musikerfahrung gebracht. Musikdownloads hätten die Situation noch verschlimmert. Im Februar 2012 renommierte Young dann in einem Interview damit, dass er mit Apple und dessen CEO Steve Jobs an dem Projekt gearbeitet habe. Für MP3 hatte er erneut nur Schelte übrig, da es nur “5 Prozent der Daten der ursprünglichen Aufnahme” enthalte.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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