SAP bietet Business Suite jetzt auch über die HANA Enterprise Cloud im Abo

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SAP erweitert nicht nur die Preismodelle für die ERP-Lösung sondern auch die globale Verfügbarkeit von Cloud-Rechenzentren. Unternehmen soll somit der Umstieg in ein Cloud-Angebot auf der HANA-Infrastruktur leichter gemacht werden.

Die Startseite des HANA Marketplace. Nicht nur die Preisstruktur soll transparent werden, sondern auch das Beziehen, Entwickeln und Anbieten von Lösungen. Quelle: SAP
Der HANA Marketplace: Jetzt bietet SAP auch Lösungen wie die Business Suite über die HANA Enterprise Cloud im Abo an. Quelle: SAP

SAP stellt ein neues Preismodell für die Business-Suite und weiteren Lösungen vor. Zum ersten Mal können jetzt Anwender die Business-Suite auch über HANA Enterprise Suite in einem Abonnement beziehen. Auch die Angebote für die Cloud-Migration baut SAP aus. Zudem meldet SAP, dass weitere SAP-Datenzentren jetzt verfügbar sind.

SAP HANA Enterprise Cloud bietet jetzt auch umfangreiche Lösungen wie die Business Suite. Auch das SAP Bunsiness Warehouse und die HANA Platform sind im Abo-Modell zu haben.

Um dieses Angebot realisieren zu können, hat SAP auch die Zahl der weltweiten Datenzentren ausgeweitet, denn diese Dienste liefert SAP über Partner-Rechenzentren in den jeweiligen Regionen aus.

Mit diesem neuen Angeobt können Anwender nun geschäftskritische SAP-Anwendungen in einer privaten managed Cloud-Umgebung unterhalten. Damit erweitert SAP auch die Ankündigung, die der Hersteller Anfang März gemacht hat. Damals stellte SAP die HANA Cloud Platform vor. Mit diesem Angebot ermöglicht SAP es den Anwendern, neue Cloud-Anwendungen mit der In-Memory-Technologie von HANA zu erweitern oder diese darauf aufzubauen.

“Heute machen wir mit SAP einen großen Schritt, indem wir mit diesem neuen Abonnement-Modell nicht nur unser Commitment zur Cloud unterstreichen, sondern damit auch die Auswahlmöglichkeiten für das Deployment von HANA erweitern und deutlich vereinfachen”, kommentiert Vishal Sikka, CTO und Boardmitglied von SAP.

Als erste große Anwender nennt SAP McLaren und Levi Strauss, die über die Abo-Services bereits Teile der Infrastruktur in die Cloud auslagern. Dabei soll der Betrieb möglichst unterbrechungsfrei weiterlaufen.

Und um den Umzug in die Cloud noch weiter zu vereinfachen, bietet SAP zudem neue Cloud-Migration-Services an, über den bestehende Lösungen in die Cloud migriert werden können. Rund 15.000 Mitarbeiter weltweit stehen für diese Services bereit. Dieses Angebot umfasst verschiedene bestehende SAP-Lösungen. Gleichzeitig ermöglicht SAP aber auch die Integration mit Cloud-basierten Lösungen von SuccessFactors oder Ariba. Die Anwender können auch bei einem Umzug in die Cloud bestehenden Support-Verträge weiter nutzen.

Insgesamt 16 Datenzentren unterhält SAP weltweit. Jetzt hat SAP in Tokyo und Osaka zwei weitere Rechenzentren gestartet, wie das Unternehmen mitteilt. Björn Goerke, CIO und Executive Vice President Global Cloud Delivery bei SAP gegenüber silicon.de erklärt, betreibt SAP – abgesehen von dem Rechenzentrum in St. Leon-Rot – diese Infrastruktur über Partner-Unternehmen. Noch im Jahr 2014 will SAP zudem den Betrieb dieser Rechenzentren zu 100 Prozent über regenerative Energien leisten. “In Rot sind wir schon ziemlich grün”, so Goerke weiter.

Zudem setzt SAP auch selbst inzwischen zu großen Teilen auf Cloud-Lösungen. So sind bei SAP derzeit Ariba und Successfactors, die Sales-Lösungen Cloud-For-Sales mit 16.000 Nutzern und die Collaboration-Lösung Yam mit 12 Millionen Nutzern weltweit im Einsatz.

 

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