Pwn2Own-Lücken in Adobe Flash Player behoben

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Adobes jüngstes Update behebt insgesamt vier kritische Lücken auch die Adobe Integrated Runtime ist betroffen. Microsoft und Google aktualisieren im Gegenzug ihre Browser.

logo_adobe_800x600Mit einem Sicherheitsupdate für den Flash Player schließt Adobe vier kritische Schwachstellen. Zwei Lecks dieses Patches wurden auch auf dem Hackerwettbewerb Pwn2Own vorgestellt. Flash Player 12.0.0.77 und älter für Windows und Mac OS X, Flash Player 11.2.202.346 für Linux, Chrome und Internet Explorer 10 für Windows 8 beziehungsweise Internet Explorer 11 für Windows 8.1 sind betroffen. Auch die Adobe Integrated Runtime (AIR) sowie AIR SDK und Compiler in der Version 4.0.0.1628 und früher sind fehlerhaft.

Laut Sicherheitsmeldung beseitigt Adobe auch einen Use-after-free-Bug, einen Pufferüberlauf, eine Cross-Site-Scripting-Lücke und einen Fehler, der die Sicherheitsmaßnahmen des Flash Players aushebelt. Ein Angreifer könnte die Schwachstellen benutzen, um die vollständige Kontrolle über ein betroffenes System zu erlangen. Dem französischen Sicherheitsunternehmen Vupen sowie der chinesischen Hackergruppe Keen Team war es während des Hackerwettbewerbs gelungen, Code auf einem Notebook mit einem vollständig gepatchten Windows 8.1 auszuführen.

Adobe empfiehlt betroffenen Nutzern, die fehlerbereinigte Flash-Version 13.0.0.182 zu installieren. Sie steht für Windows und Mac OS X zur Verfügung und ist auch in Updates enthalten, die Microsoft für IE10 und IE11 unter Windows 8 und 8.1 sowie Google für Chrome anbietet. Flash Player für Linux wurde zudem auf die Version 11.2.202.350 aktualisiert.

Des Weiteren weist Adobe darauf hin, dass das ältere Release Flash Player 11.7 für Windows und Mac OS X nur noch bis zum 13. Mai 2014 unterstützt wird. Langzeit-Support gebe es danach nur noch für Flash Player 13. Betroffene Nutzer müssen also bis dahin auf diese Version umsteigen, um weiterhin Sicherheitsupdates zu erhalten. Auf diese Änderung hatte Adobe erstmals im März in einem Blog hingewiesen.

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[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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