Google X arbeitete an Hoverboard und Transporter-Technologie

Enterprise

Eine Gruppe von Google-X-Mitarbeiter hat ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. Demnach hat Google an Hoverboards, Beamen und einem Weltraum-Fahrstuhl geforscht. Allerdings wurden die Projekte mittlerweile eingestellt. Sie sind entweder zu teuer oder mit heutiger Technik nicht realisierbar.

Mitarbeiter von Googles Entwicklungslabor Google X haben auf der Business-Website Fast Company einen Einblick in die Pläne des Suchmaschinenkonzerns gewährt. Allerdings plauderten sie nur über Projekte die mittlerweile eingestellt sind, aber diese können sich sehen lassen. Demnach arbeitete Google X an Hoverboards, einem Weltraum-Fahrstuhl und dem aus Star Trek bekanntem Beamen.

Der Traum vom Fahrstuhl ins All

Google Logo1895 träumte der Russe Konstantin Ziolkowski von einem Turm bis in den Weltraum inklusive Fahrstuhl. Auch das Google-X-Team dachte über die Möglichkeit der kostengünstigen Reise ins All nach. Die Idee war ein Kabel an einem Satelliten zu befestigen an dem der Fahrstuhl entlang fährt.

Allerdings wäre dafür ein massives Investment nötig, sagte der Leiter für schnelle Auswertung bei Google X, Rich DeVail gegenüber Fast Company. Würde ein Weltraumlift existieren “könnte er zwischen der Erde und dem Orbit nahezu mit null Energie funktionieren. Das würde die operativen Kosten für den Zugang ins Weltall enorm senken”, so DeVail weiter.

Das Projekt scheiterte bei der Suche nach passenden Materialien. Den Forscher war bekannt, dass solch ein Kabel hundertmal stärker sein müsste als die heute verfügbaren. Daher zogen sie Nanoröhren aus Karbon in Betracht, allerdings ist es bislang nicht gelungen einen Strang aus diesem Material zu fertigen der länger als einen Meter ist.

Marty McFly und das Hoverboard

Wenn man den Film “Zurück in die Zukunft II” für bare Münze nimmt, müssten bis zum 21. Oktober 2015 Hoverboards Gang und Gebe sein. Hoverboards sind Skateboards, nur ohne Räder. Die Frage bleibt nur wie die Bretter in der Luft schweben sollten. Genau das wollte auch Google herausfinden.

Die Idee ein Hoverboard zu entwickeln kam von DeVaul selbst. “Wenn es eine völlig verrückte, wenig überzeugende Idee gibt, dann kommt sie wahrscheinlich von mir,” sagt er zu Fast Company. Demnach hatte man schon mit einigen Prototypen gearbeitet, scheiterte aber an einem Hoverboard das groß genug war um einen Menschen zu tragen.

“Die erste Frage betraf die Physik,” erzählt Dan Piponi, Mitarbeiter bei Google X. “Kann man ein Objekt wirklich schweben lassen? Und so experimentierte Leute mit Magneten, um eine Lösung zu finden, die Dinge in der Schwebe hält.”

Das Prinzip der Magnet-Schwebe ist bekannt und wird in Zügen in China und Japan bereits genutzt. Allerdings bewegen sie sich in nur in eine Richtung, während ein Hoverboard sich frei bewegen können muss. Piponi zufolge würde eine Magnetlösung zudem zu einem ständigen Looping führen, da Magnete oft ihre Polarität wechseln.

Scotty, beam me up

Und ein weiteres Projekt basierte auf einer Science-Fiction-Serie beziehunsweise -Film. Die Transporttechnologie von Star Trek gehörte tatsächlich zur Arbeit von Google X. Allerdings kam die Idee nie über die Brain-Storming-Phase hinaus. Man musste erkennen, dass das Beamen mehrere Gesetze der Physik verletzen würde.

Die Projekte wirken völlig abwegig, aber es ist doch schön zu sehen, dass auch große Konzerne an verrückten Ideen interessiert sind. Möglicherweise werden kuriose Ideen doch noch Wirklichkeit und verändern unser Leben völlig.

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