IBM lockt Entwickler auf BlueMix

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Um den Vorsprung anderer Cloud-Provider wieder aufzuholen, wendet sich IBM jetzt vor allem an Entwickler. So wird IBM unter anderem eine Entwickler-Garage für BlueMix in San Francisco eröffnen. Daneben stellt IBM auch zahlreiche neue Services für die PaaS-Plattform BlueMix vor.

IBMs neuer Cloud-Marktplatz für Unternehmen (Screenshot: ZDNet.de)
IBMs neuer Cloud-Marktplatz für Unternehmen. Screenshot: ZDNet.de

Auf der IBM Impact in Las Vegas stellt IBM neben dem neuen Cloud Marktplatz auch neue Angebote vor, die die IBM-Cloud für Entwickler interessanter machen sollen. So kündigt IBM nicht nur 30 neue Services für BlueMix an, sondern will die Entwicklung rund um diese neue Plattform auch in einer zentralen “Garage” in San Francisco konzentrieren.

Ab Juni können dann Unternehmen zusammen mit IBM-Experten in agilen Prozessen Apps auf Basis von BlueMix entwickeln. IBM plant darüber hinaus weitere BlueMix Garages in Städten mit starker Startup-Szene, nennt derzeit jedoch keine weiteren Details.

“Es gibt keine Anleitung dafür, wie man ein gutes Unternehmen startet”, hält Jim Deters, Mitgründer und CEO des Inkubators Galvanize, der auch ein Partner der IBM-Garage ist, fest.  Daher sollen in den neuen IBM-Räumen nicht nur neue Entwickler-Fähigkeiten vermittelt werden, sondern auch neue Anwendungen rund um Big Data, Analytics, Database as a Service und PaaS entstehen. Die Produkte dieser Entwicklungen können die Unternehmen dann auf dem ebenfalls frisch vorgestellten Cloud Marketplace vertreiben.

Zudem kann IBM weitere 30 neue Services für die PaaS-Plattform BlueMix vorstellen, die vor allem darauf abzielen, Anwendungen schneller integrieren zu können oder auch die Entwicklung von neuen Cloud-Services beschleunigen sollen.

Seit IBM BlueMix im Februar vorgestellt hatte, sind jetzt neue Cloud-Integration-Services verfügbar, über die sich zum Beispiel private Daten mit öffentlichen Anwendungen verbinden lassen oder auch Machine-to-Machine-Daten verarbeiten lassen. Über Analytics-Services können schnelle Lösungen entwickelt werden, um aus großen Datenmengen verwertbare Informationen herausziehen zu können.

“Die Adoption-Rate in den ersten Wochen für BlueMix ist phänomenal”, erklärt Steve Robinson, General Manager für IBM Cloud Platform Services. “Immer mehr Teilnehmer im Beta-Programm nutzen unser Modell, bestehende Assets und Services in eine Cloud-basierte, Open-Source-Entwicklerplattform zu erweitern, was den Anwender erlaubt, eine Brücke zwischen den Tools zu schlagen, die sie künftig nutzen wollen und den Workloads und Services die sie bereits heute im Betrieb haben, um schneller auf den Markt kommen zu können.”

IBM zeigt darüber hinaus das Projekt BlueInsight für BlueMix in einer Vorschauversion. Damit stellt IBM eine Cloud-basierte kollaborative Arbeitsumgebung bereit, über die Anwender Business-Probleme schneller lösen sollen. BlueInsight enthält unter anderem Data Refinery Services über die Business-Anwender Daten aus verschiedenen Datenquellen in und außerhalb des Unternehmens identifizieren und integrieren können, um daraus gesicherte Informationen ziehen zu können. Ein weiterer Bestandteil von BlueInsight ist Catalyst. Über diesen Service sollen auch Anwender mit Daten arbeiten können, die über keine Analytischen Fachkenntnisse verfügen. IBM hatte zum ersten mal 2009 über Blue Insight gesprochen Damals allerdings wurde das System IBM-intern verwendet.

IBM setzt bei der eigenen Cloud-Strategie auch auf die Hilfe von Partnern. Im Cloud Marketplace bekommen diese ein einheitliches Forum, um entsprechende Services anzubieten. Daneben eröffnet IBM nun eine BlueMix Garage, um Startups für die Entwicklung auf Basis dieser PaaS-Plattform zu schulen und um neue Anwendungen zu Entwickeln. Quelle: IBM
IBM setzt bei der eigenen Cloud-Strategie auch auf die Hilfe von Partnern. Im Cloud Marketplace bekommen diese ein einheitliches Forum, um entsprechende Services anzubieten. Daneben eröffnet IBM nun eine BlueMix Garage, um Startups für die Entwicklung auf Basis dieser PaaS-Plattform zu schulen und um neue Anwendungen zu Entwickeln. Quelle: IBM

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