Intel bringt dieses Jahr 20 neue Chromebooks auf den Markt

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Google und Intel planen leistungsfähigere Chromebooks mit längeren Akkulaufzeiten und neuen Formfaktoren. Zudem sollen erste lüfterlose Geräte erscheinen. Aktuell arbeitet Intel an einem neuen Referenzdesign für Chromebooks. Es soll sich besonders für das Bildungswesen eigenen.

Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in San Francisco haben Intel und Google mindestens 20 neue Chromebooks für dieses Jahr angekündigt. Sie sollen mehr Leistung und längere Akkulaufzeiten bieten. Zudem sollen erste Geräte ohne Lüfter auf den Markt kommen. Darüber hinaus kündigte Intel an, dass auf seiner Prozessorarchitektur erstmals Geräte mit 64-Bit-Chrome-OS eingeführt werden.

Intel und Google präsentieren in San Francisco neue Chromebooks (Bild: James Martin / CNET).
Intel und Google präsentieren in San Francisco neue Chromebooks(Bild: James Martin / CNET).

“Wir streben aggressiv nach neuen Formfaktoren”, sagte Intel-Manager Navin Shenoy. Neue kostengünstige Chromebooks will der Konzern mit Core-i3-Prozessoren der vierten Generation sowie mit Celeron-Prozessoren ausstatten. Diese sollen auf dem SoC Bay Trail-M basieren. Neben Intel bieten nahezu alle namhaften PC-Hersteller Chromebooks an, erklärte Shenoy. Lenovo will nach dem Bildungsbereich nun auch Chromebooks für den breiten Verbrauchermarkt anbieten und stellte kürzlich die Modelle N20 und N20p vor. Das Engagement des weltgrößten PC-Herstellers zeigt, dass Chromebooks sich zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz für Windows PCs entwickeln.

Auch Asus bringt zwei neue Chromebooks auf den Markt. Das C200 ist mit einem 11,6-Zoll-Bildschirm ausgestattet, das C300 bietet sogar 13,3 Zoll. Beide Geräte verfügen über eher Mainstream-Notebooks typische Features wie WLAN 802.11ac, HDMI und USB 3.0. Das kleinere Modell soll ab 249 Dollar erhältlich sein.

Dell bietet mit dem Chromebook 11 ein weiteres Gerät mit Googles Chrome OS an. Das Gerät ist mit einem Core i3 ausgestattet. Dieser ist auch in Acers C720 verbaut. Im Sommer soll es für 349,99 Dollar auf den Markt kommen. Im Juni bringt HP seine Chromebox in den Handel. Die Grundlage dafür bildet ein Haswell-Celeron und soll “praktisch jeden Bildschirm in Ihrem Haus in einen Google-Chrome-PC verwandeln” können.

Darüber hinaus kündigte Shenoy die Verfügbarkeit des schon auf der CES gezeigten LG Chromebase zum Preis von 349 Dollar an. Der All-in-One-PC mit 21-Zoll-Display basiert auf der Haswell-Mikroarchitektur und soll sich für den privaten wie geschäftlichen Einsatz eignen. Der leistungsfähigere Prozessor ermöglicht dem Intel-Manager zufolge mehrfach schnellere Web-Apps und Office-Anwendungen.Eine Demonstration zeigte eine flüssige Webkonferenz mit Google Hangouts, während gleichzeitig Google Docs aufgerufen wurde. Im direkten Vergleich liefen ein Hangouts-Video sowie ein Spiel auf einem Chromebook mit ARM-Chip langsamer sowie eher ruckelig.

Googles Produktmanager Caesar betonte, dass Chromebooks besonders im Bildungsbereich erfolgreich seien. Mittlerweile kommen sie in über 10.000 Schulen zum Einsatz. Intel teilte mit, an einem neuen Referenzdesign eines “Education Chromebook” zu arbeiten.

All-in-One-PC LG Chromebase (Bild: James Martin / CNET)
All-in-One-PC LG Chromebase (Bild: James Martin / CNET)

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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