Monkey Parking: Parkplatz versteigern per App

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Autofahrer in San Francisco verzweifeln mittlerweile derart an der Parkplatzsuche, dass sie sogar bereit sind viel Geld für eine der raren Lücken zu bezahlen. Mit der App Monkey Parking können Parkplatzinhaber ihre Stellflächen höchstbietend an den Mann bringen.

In jeder Großstadt das gleiche Problem. Es ist einfach kein Parkplatz zu finden. In San Francisco macht ein kleines Start-up ein großes Geschäft aus der Suche. Mit Monkey Parking können sich genervte Autofahrer einfach einen freien Parkplatz kurzzeitig kaufen.

screen568x568Findet ein Nutzer einen Parkplatz oder fährt mit seinem Auto selbst bald los, kann er diesen über Monkey Parking bekannt gegeben. Den Ort der raren Stellfläche verrät der Nutzer aber nur dem Höchstbietenden (bis 20 Dollar).

Aber auch Suchende können eine Anfrage über die App senden. Dafür müssen sie nur schreiben in welcher Gegend sie sich momentan befinden und wie viel ein Parkplatz ihrer Meinung nach wert ist. Mit Glück findet sich so eine freie Lücke.

Die App-Idee findet in San Francisco aber nicht nur Fans. Die Bewohner sind bereits davon genervt, dass Firmen öffentliche Bushaltestellen für die eigenen Shuttle-Busse verwenden dürfen. Jetzt können auch noch Parkplätze ersteigert werden. Befürchtet wird, dass sich bald nur noch Leute mit viel Geld einen Platz für ihr Auto finden können.

Paolo Dobrowolny, CEO und Gründer von Monkey Parking, teilt diese Bedenken nicht. Gegenüber The Chronicle sagte er: “Es ist ein faires Geschäft für jeden. Es ist nicht nur für reiche Leute. Wenn man glaubt man kann das Geld wieder reinholen, wenn man seinen Parkplatz verlässt, bekommt man das Geld auch wieder rein, wenn man ihn verlässt.”

Bislang verlange Monkey Parking keine Gebühr, aber das könne sich in der Zukunft ändern, so Dobrowolny weiter. Ein Sprecher der örtlichen Staatsanwaltschaft erklärte, man prüfe, ob das Geschäftsmodell legal ist. “Bislang haben wir festgestellt, dass es extrem seltsam ist.”

Die App ist nur für iOS verfügbar und der Dienst zunächst auf San Francisco beschränkt.

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