Microsoft stellt Azure ExpressRoute und Azure Files vor

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Microsoft stellt auf der TechEd unter anderem den neuen Azure-basierten Dienst ExpressRoute vor, über den größere Unternehmen eine dedizierte Verbindung zwischen Unternehmens-Netz und Azure aufbauen können.

Quelle: Microsoft
Quelle: Microsoft

Im Rahmen der Hybrid Cloud Strategie stellt Microsoft auf der Entwicklerkonferenz TechEd in Houston unter anderem den neun Service Microsoft Azure ExpressRoute vor. ExpressRoute, Codename ‘Golden Gate’ ermöglicht es, Private-Cloud-Verbindungen zwischen Azure und On-Premise-Umgebungen aufzubauen. Mit der Hilfe von Telekommunikationsanbietern wie BT, AT&T, Level 3, Equinix, Telecity oder auch den Storage-as-a-Service-Provider Zadara bietet Microsoft private und dedizierte Verbindungen. Unternehmen müssen dabei nicht über das Internet auf Azure zugreifen.

Diese kommerziellen Netze bieten den Anwendern mehr Sicherheit, mehr Leistung und Stabilität und damit auch kürzere Reaktionszeiten, heißt es von Microsoft. Diese Lösung positioniert Microsoft als Hybrid-Netzwerk-Lösung für größere Anwender. Für kleinere und mittelständische Unternehmen bietet Microsoft den Dienst Azure Virtual Network (Codename: Brooklyn). Mit Azure Virtual Network können Unternehmen innerhalb von Azure private und isolierte Netze aufbauen und diese als Erweiterung des eigenen On-Premise-Rechenzentrum behandeln.

Auch über ExpressRoute können Anwender physische Rechenzentren mit Rechenressourcen oder zusätzlicher Storage-Kapazität erweitern. Als weitere Nutzungsszenarien nennt Microsoft auch Daten-Migrationen, Daten-Replikation oder Disaster Recovery. ExpressRoute eigne sich auch dafür, große Datenmengen oder große virtuelle Maschinen zwischen Test- und Entwicklungsumgebungen in Azure und produktiven On-Premise-Landschaften zu verschieben. ExpressRoute ist ab sofort verfügbar.

“Wir bieten unseren Unternehmenskunden die Option einer hybriden Cloud, die alle Vorteile des Cloud Computings mit den Vorteilen der On-Premise-IT verbindet”, kommentiert Kai Göttmann, Direktor Server, Tools & Cloud Business (STB) bei Microsoft Deutschland. “Solche hybriden Cloud-Umgebungen aufzusetzen, ist für Unternehmen mittlerweile sehr einfach geworden – unter Einhaltung aller wichtigen Aspekte wie Datenschutz, Sicherheit und Integrierbarkeit in die bestehende Unternehmens-IT.”

Darüber hinaus stellt Microsoft den Service Azure Files ab sofort als Preview vor. Dieser Dienst soll die Speicherung von Daten in der Cloud vereinfachen und auch das Filesharing einzelner Dateien von multiplen virtuellen Maschinen aus ermöglichen. Auf diese Weise könnten Anwender laut Microsoft bei der Speicherung von Daten Ressourcen und Kosten einsparen. Ebenfalls als Preview verfügbar ist Azure API Management, das nicht nur zusätzliche Cloud-APIs bereitstellt, sondern auch die Verteilung von Informationen über mehrere Abteilungen hinweg ermöglicht.

Ab Juni will Microsoft darüber hinaus mit Azure Site Recovery (vormals Hyper-V Recovery Manager) ein günstiges Disaster Recovery über die Cloud als Preview verfügbar machen. Die neuen Tools sollen virtuelle Maschinen und Dienste bei einem Ausfall im primären Rechenzentrum replizieren und schnell wieder herstellen. Ebenfalls als Preview geplant ist eine neue Sicherheitslösung für Cloud-Services und virtuelle Maschinen, die Microsoft zusammen mit TrendMicro realisiert.

Ab Juli liefert Microsoft Geschäftsanwendern von Office 365 die neue Verschlüsselungstechnologie “Fort Knox” für SharePoint und OneDrive. Damit sorgt Microsoft dafür, dass jede Datei mit einem eigenen Schlüssel kodiert wird. Bereits einen Monat vorher können Exchange-Anwender (E3) auch Dateien aus SharePoint Online und OneDrive in die erweitereten Data Loss Prevention Services von Microsoft einbeziehen.

Im Bereich Mobile zeigt Microsoft auf der TechEd einige Erweiterungen für die Enterprise Mobility Suite, die im März vorgestellt wurde, wie etwa Intune. Das Management-Tool soll kleineren und mittelständischen Unternehmen erlauben, Unternehmens-Apps auf iOS- und Android-Geräten zu verwalten. Über die als Preview vorliegende Azure RemoteApp können Anwender auch über Nicht-Microsoft-Geräte auf Windows-Anwendungen zugreifen.

[mit Material von Mary Jo Fowley, ZDNet.com]

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