SAP baut 2000 Stellen ab

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Die Umstellung auf das Geschäftsmodell der Cloud macht bei SAP eine Umstrukturierung nötig. Rund drei Prozent der 67 000 Stellen sollen abgebaut werden. Bis Ende des Jahres aber sollen insgesamt 3000 neue Stellen bei SAP entstehen.

SAP entlässt, und zum ersten Mal nennt der Konzern auch Zahlen zu den Berichten, die seit vergangener Woche publik sind. 2000 Mitarbeiter will das Unternehmen laut Agenturberichten ausstellen. Diese Maßnahme begründet die Unternehmensführung mit der Umstellung des Vertriebsmodells von On-Premise Software auf Cloud. Dadurch würden etwa in Bereichen wie Dienstleistungen oder Trainings weniger Mitarbeiter gebraucht.

Kurz vor dem Wechsel von Jim Hagemann Snabe in den Aufsichtsrat richtet Bill McDermott das Unternehmen auf die Cloud aus. Erst vor wenigen Wochen hatte SAP mitgeteilt, dass der Vertrieb künftig nicht mehr zwischen Cloud und On Premise unterscheiden werde, somit werden diese Abteilungen zusammengelegt. So musste auch Cloud-Vertriebschef Shawn Price seinen Posten räumen. Weitere Restrukturierungen sollen SAP schlanker machen. Dafür hat McDermott die neue Abteilung Global Partner Operations (GPO) gegründet, die strategische Partnerunterschaften zum Ziel hat.

Das Abo-Modell der Cloud sorgt unter anderem dafür, dass Umsätze aus Lizenzverkäufen sinken. Diesen Ausfall muss SAP nun kompensieren. Neben einer neuen Vertriebsstruktur werden dann auch bei den Wartungsverträgen neue Strukturen nötig. Begleitet wird das auch mit einem neuen Support-Programm.

Nachdem SAP mit neuen Angeboten derzeit solide wächst, wolle das Unternehmen bis Jahresende auch 3000 neue Stellen schaffen. SAP soll also 2015 unter Strich mehr Mitarbeiter haben als aktuell. Wie SAP-Unternehmenssprecher Christoph Liedtke im Gespräch mit silicon.de vergangene Woche erklärte, sei die aktuelle Maßnahme mit dem Stellenabbau aus dem Jahr 2008 und 2009, bei dem auch etwa 3000 Mitarbeiter das Unternehmen verlassen mussten, nicht zu vergleichen. Man verhandle zwar mit den Sozialpartnern, jedoch sei kein Abfindungsprogramm geplant.

Liedtke hatte vergangene Woche von gezielten Maßnahmen gesprochen, aber noch keine konkreten Zahlen genannt. Vor kurzem erst hatte Technik-Vorstand Vishal Sikka überraschend seinen Rückzug bekannt gegeben.

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