Hacker überwinden Apples iCloud-Aktivierungs-Sperre

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Angeblich ist es Hackern gelungen, Apples iCloud zu knacken. Wie De Telegraaf berichtet, können sie somit gestohlene iPhones freischalten. Die Hackergruppe Doulci hat Apple angeblich bereits über die Sicherheitslücke informiert. Ein Sicherheitsexperte empfiehlt, Apples Clouddienst vorerst nicht zu verwenden.

Eine Hackergruppe namens “Doulci” konnte offenbar Apples Clouddienst iCloud knacken. Mit der ausgenutzten Sicherheitslücke lassen sich angeblich gestohlene iPhones, die von ihren Besitzern gesperrt wurden, wieder freischalten. Das geht aus einem Bericht der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf hervor. Die Hacker hatten sich an das Blatt gewandt, da Apple bislang nicht auf die Schwachstelle reagiert habe.

Apples iCloudIn dem Bericht heißt es weiter, dass die aus den Niederlanden beziehungsweise Marokko stammenden Hacker etwa 30.000 gestohlene iPhones in den vergangenen Tagen entsperrt haben. Sie kauften die Smartphones von chinesischen Händlern zum Teil über Ebay für 50 bis 150 Euro. Für ein freigeschaltetes Gerät können Preise zwischen 400 und 700 Dollar verlangt werden.

De Telegraaf zufolge haben die beiden Männer etwa fünf Monate an dem Hack gearbeitet. Sie haben eine Möglichkeit entwickelt, mit der sie sich als Apples Aktivierungsserver ausgeben können und somit die iPhone-Sperre überwinden können. Mark Loman von der niederländischen Sicherheitsfirma Surfright geht davon aus, dass die Hacker nicht nur per iCloud iPhones freischalten, sondern auch andere Daten wie iMessages lesen können.

Einer der Hacker, der sich selbst den Namen AquaXetine gibt, erklärt, dass sie keine finanziellen Motive verfolgen. Ihr Anliegen ist es, auf die Unsicherheit des iPhone und des Online-Speichers iCloud aufmerksam zu machen.

Nutzer sollten vorerst auf den Gebrauch von iCloud verzichten, empfiehlt Ronald Kingma, Direktor des im niederländischen Amersfoort ansässigen Unternehmens Securelabs. In dem Zeitungsbericht heißt es weiter, dass er mit den Hackern gesprochen und die vorgelegten Beweise für die Sicherheitslücke überprüft habe. “Dass Apple nichts von sich hören lässt und das Leck auf diese Weise herauskommt, ist sehr schlecht”, zitiert ihn De Telegraaf. Bis Apple die Schwachstelle beseitig, könne es seiner Meinung nach noch eine Weile dauern.

[mit Material von Stefan Beiersmann, ZDNet.de]

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