CIA startet offizielle Twitter- und Facebook-Accounts

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Seit Freitag hat der US-Nachrichtendienst drei Tweets gesendet und bereits über 615.000 Follower. Auf Facebook folgen der CIA fast 40.000 Nutzer. Geheimnisse dürfen Nutzer allerdings nicht erwarten. Stattdessen will der Dienst die sozialen Kommunikationskanäle zur Veröffentlichung aktueller Stellungnahmen und Nachrichten sowie zur Anwerbung neuer Mitarbeiter nutzen.

Logo CIADer US-Auslandsgeheimdienst hat am Freitag in einer Pressemitteilung mitgeteilt, das er nun offiziell bei Twitter und Facebook vertreten ist. Auf dem Kurznachrichtendienst stellte sich die CIA mit Humor vor. “Wir können weder bestätigen noch dementieren, dass dies unser erster Tweet ist.”

Nach fast fünf Tagen folgen bereits über 615.000 Nutzer der CIA auf Twitter. Bei Facebook ist das Interesse noch verhalten. Auf dem Sozialen Netzwerk sind es rund 40.000 Nutzer. Allerdings dürfen Nutzer kaum erwarten, dass der US-Dienst Geheimnisse verraten wird. Wie die CIA mitteilt sollen vor allem aktuellen Nachrichten, Stellungnahmen und Updates des World Factbooks – einer Länderdatenbank mit Informationen über Geschichte, Regierung und Wirtschaft – veröffentlicht werden. Zudem will es Bilder von Ausstellungsstücken aus dem nicht öffentlich zugänglichen CIA-Museum zeigen. Auch Informationen über eine Karriere bei der Behörde sollen bereitgestellt werden.

Mit den Auftritten bei Twitter und Facebook wolle sich die Behörde direkter mit der Öffentlichkeit austauschen können und “Informationen über die Missionen des Nachrichtendienstes, seiner Geschichte und anderen Entwicklungen” anbieten, erklärte CIA-Direktor John Brennan. In der Kurzbeschreibung bezeichnet sie sich selbst als die erste Verteidigungslinie der Nation. “Wir erreichen, was andere nicht erreichen können und gehen dahin, wo andere nicht hingehen können,” heißt es weiter.

Wie die BBC berichtet, hat sich die Zeitschrift The New York Review of Books bereits mit kritischen Tweets an die CIA gewandt. Dem Nachrichtendienst habe sie Links zu Artikeln über die fragwürdigen Verhörmethoden der CIA in den Jahren nach den Anschlägen vom 11. September geschickt.

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