GSMA: China ist führend beim Internet der Dinge

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Von China gehen drei Prozent aller Mobilfunkverbindungen weltweit aus. Bei M2M-Verbindungen liegt der Wert bei 40 Prozent. Damit übertrifft es die USA und Japan, die zusammengenommen über weniger Anteil verfügen. Die GSMA sieht den Grund in der Unterstützung durch die chinesische Regierung, während andernorts sogar die Gesetzeslage unklar ist.

In den vergangenen Jahren hat China bei der Einführung des “Internet der Dinge” die Führungsposition eingenommen. Es weist mittlerweile das größte Wachstum auf. Das geht aus einem Bericht der GSMA hervor, ein Verband von Mobilfunknetzbetreibern weltweit. Demnach verzeichnete China in den letzten vier Jahren ein jährliches Wachstum von 35 Prozent.

china-vertragAktuell gehen von China mehr als drei Prozent aller Mobilfunkverbindungen weltweit aus, heißt es weiter. Der Anteil Chinas an reinen Maschinenverbindungen (M2M) liegt bei 40 Prozent – mehr als die beiden Industrienationen USA und Japan zusammen.

Bei der Echtzeit-Überwachung von Bussen, für Parkleitsysteme oder für Stromzähler, die ihren Verbrauch selbstständig melden, kommt die M2M-Kommunikation bereits zum Einsatz. In vielen Ländern verzögert sich die Einführung, da klare Vorschriften fehlen, teilt die GSMA mit. Im Gegensatz dazu misst die chinesische Regierung dem Internet der Dinge höchste Priorität bei. Aus diesem Grund habe der Markt schnell das notwendige Volumen erreicht.

“Als sich schnell entwickelndes Land mit zunehmender Verstädterung versucht China, ITK-Technik zu nutzen, um seine schnell wachsenden Städte smarter zu machen und ihren Bewohnern eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen”, heißt es im Bericht der GSMA. Die Regierung in Peking werde bis 2020 weitere Investitionen in Höhe von 600 Millionen Dollar (etwa 450 Millionen Euro) in diesen Bereich tätigen.

Die drei chinesischen Netzbetreiber haben ebenfalls die Chance erkannt, die sich etwa in den Bereichen Landwirtschaft, Medizin, Automobile, Handel und Heimelektronik ergeben. Weltweit gilt M2M als Zukunftschance für Mobilfunknetzanbieter, nachdem in vielen entwickelten Ländern das Nutzerwachstum nachlässt. Die GSMA hebt aber hervor, dass die drei chinesischen Anbieter nicht einfach Bandbreite verkaufen, sondern gemeinsam mit ihren Kunden die benötigten Systeme entwickeln.

Die GSMA erwartet bis Ende 2014 weltweit 242 Millionen M2M-Endgeräte. Im Gegensatz zu einigen Marktforschern nimmt sie Heimelektronik mit Mobilfunkmodul – also Smartphones, Tablets oder E-Book-Reader – von ihrer Schätzung aus.

[mit Material von Florian Kalenda, ZDNet.de]

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