Microsoft plant CRM-Cloud für Regierungen

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Anfang nächsten Jahres sollen US-Regierungsmitglieder über sämtliche Geräte auf die CRM-Lösung aus der Microsoft-Cloud zugreifen können. Auch mit anderen Microsoft-Diensten soll die Lösung dann verbunden werden. Auch Bürger sollen von der Lösung profitieren.

Neben der Initiative City Next zielt Microsoft auch mit neuen eigenen Cloud-Diensten auf die Bedürfnisse von Regierungen und Kommunen. Quelle: Microsoft
Neben der Initiative City Next zielt Microsoft auch mit neuen eigenen Cloud-Diensten auf die Bedürfnisse von Regierungen und Kommunen. Quelle: Microsoft

Microsoft versucht im Konkurrenzkampf mit Salesforce.com über die US-Regierung einen Vorsprung zu ergattern. Ab nächsten Jahr will Microsoft die Cloud-Dienste für Regierungen, die derzeit aus einem dedizierten Azure und Office 365 bestehen, mit einer Customer Relationship Management-Lösung erweitern. Ab Anfang nächsten Jahres soll der Dienst dann für Vertreter verschiedener Ministerien und Organisationen der US-Regierung zur Verfügung stehen.

Entscheidend dabei ist, dass die Services mit den Sicherheitsstandards FedRAMP (Federal Risk and Authorization Management Program) kompatibel sind.

Wie Curt Kolcun, Vice President für den Public Sector bei Microsoft in einem Blog erklärt, sollen die Regierungsmitarbeiter “jeder Zeit, überall und auf jedem Gerät” Zugang zu Anwendungen und Abläufen haben.

Darüber hinaus soll der Dienst, der auf dem Microsoft Dynamics CRM basiert, auch für Bürger eine zentrales Portal zur Verfügung stellen, über das diese auf Behördendienstleistungen und andere Verwaltungsvorgänge zugreifen können. So solle es möglich sein darüber Anträge einzureichen, Strafen zu bezahlen, neue Lizenzen zu erwerben oder lokale Einrichtungen etwa des Gesundheitswesens zu recherchieren.

Salesforce.com hat bereits vor einigen Wochen einen vergleichbaren Dienst für Regierungen vorgestellt. Salesforce.com hat auch bereits die Zertifizierung gemäß FedRAMP durchlaufen.

Vorteil für Microsoft könnte in diesem Fall aber sein, dass sich der CRM-Dienst mit anderen Microsoft-Services, die der Anbieter speziell für die US-Regierung bereit stellt, integriert werden soll. So nutzen bereits erste öffentliche Einrichtungen die PaaS-Plattform Azure sowie die Cloud-Anwendung Office 365. Laut Microsoft nutzen bereits über 2200 Landes-, Staats- und Kommunalverwaltungen Office 365, darunter Städte wie Los Angeles, San Jose oder San Francisco oder das US-Landwirtschaftsministerium.

Microsoft will diese beiden Services mit dem neuen CRM-Angebot integrieren. Microsoft spricht daher auch von der umfassendsten Ende-zu-Ende-Cloud-Lösung die derzeit für Regierungen am Markt ist. Gerade der Bereich der öffentlichen Verwaltung gilt unter Software-Herstellern als wichtiger Markt. Von daher ist zu erwarten, dass Microsoft, Salesforce und natürlich auch andere Anbieter und Hersteller wie IBM oder SAP werden hier weitere Angebote und Initiativen auf den Markt bringen. Microsoft etwa hat dafür die Initiative City Next gestartet.

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