Intels Mini-PC-Plattform NUC 2.0 kommt erst 2015

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Wie aus einer früheren Roadmap hervor geht, sollte NUC 2.0 noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Die nächste Mini-PC-Generation mit Broadwell-Chips bietet Intel zufolge deutlich mehr Leistung. Zudem können lüfterlose Gehäuse von Drittherstellern mit den NUC-Boards verwendet werden.

Intel will die Mini-PC-Plattform NUC 2.0 erst Anfang 2015 in den Handel bringen. Das zeigen durchgesickerte Präsentationsfolien. Eine frühere geleakte Roadmap zeigte, dass der Chiphersteller noch vor Ende 2014 drei neue, mit Broadwell-Prozessoren ausgestattete NUC-Modelle einführen wollte.

Intel Nuc 2.0 (Bild: Intel)NUC steht für Next Unit of Computing. Als Intel Anfang 2013 aus dem Geschäft mit Motherboards ausstieg, begann es mit der Entwicklung der Mini-PC-Plattform NUC. Einer der Gründe dafür war eine Umorientierung von traditionellen PCs im Tower-Format hin zu Ultrabooks, Tablets und Smartphones. Die ultrakompakten NUC-System messen rund 10 mal 10 Zentimetern bei einer Bauhöhe von wenigen Zentimetern. NUC soll in Zukunft der Formfaktor für Desktop-PCs werden. Den Ursprung hat es aber offensichtlich im Mobile-Bereich und verfügt über entsprechende Komponente.

Die aktuelle Generation verfügt bei geringem Stromverbrauch über genug Leistung für einen Office-Desktop oder einen Home-Theater-PC. Das NUC-2.0-Modell mit Core-i5-Prozessoren der anstehenden Broadwell-Generation bietet sogar genug Leistungsreserven für aktuelle Computerspiele, wie aus den bei FanlessTech veröffentlichten Intel-Dokumenten hervorgeht. Der Chiphersteller hat nicht nur Home Theater und Home Office als Zielmarkt anvisiert, sondern auch “Immersive Gaming” sowie “Content Creation”.

NUC 2.0 ist mit fest auf den Platinen aufgelöteten Braswell- und Broadwell-Chips (Core i3 und Core i5) ausgestattet. Je nach Modell werden bis zu 8 GByte oder 16 GByte DDR3-RAM unterstützt. Intel hat noch keine Details zur integrierten Grafik veröffentlicht. Monitore können wie bisher über Mini-HDMI oder Mini-DisplayPort angeschlossen werden. Auch zwei Monitore lassen sich gleichzeigt anschließen. Über HDMI soll auch 4K-Auflösung möglich sein. Intel hat vier USB-3.0-Anschlüsse integriert. Das Braswell-Modell erhält außerdem einen Toslink-Anschluss für optische Signalübertragungen.

Mit M.2 setzt Intel außerdem auf eine neue Spezifikation, die für die Ablösung von mSATA entworfen wurde. Es bleibt bei zwei Gehäusegrößen, deren höhere Variante den Einbau von Notebook-Festplatten oder -SSDs erlaubt. Für optische Abwechslung sorgen austauschbare Gehäuseabdeckungen in verschiedenen Farben. Die auch einzeln erhältlichen NUC-Boards sollen kompatibel zu lüfterlosen Gehäusen sein, wie sie von Drittherstellern angeboten werden.

[mit Material von Bernd Kling, ZDNet.de]

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