Rekrutierungsschwierigkeiten im Projektmarkt 

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Nur selten ist die Verfügbarkeit von IT-Freelancern im Vorfeld eines Projektes bekannt. Wachstum und Intransparenz im Projektgeschäft verstärken diese Problematik.

Die Nachfrage nach freien Mitarbeitern bei IT-Projekten steigt ständig an, wie das Portal Gulp in einer Auswertung feststellt. Die Personalberatung Hays hingegen, zeigt, dass die Prozesse im Recruting meist nicht klar formuliert sind.
Die Nachfrage nach freien Mitarbeitern bei IT-Projekten steigt ständig an, wie das Portal Gulp in einer Auswertung feststellt. Die Personalberatung Hays hingegen, zeigt, dass die Prozesse im Recruting meist nicht klar formuliert sind.

Die Hohe Auslastung des IT-Freelancer-Marktes macht es schwer, schnell die richtigen Kräfte für ein Projekt zu finden. Vor allem kurze Zeitfenster bei der Projektbesetzung und flexible Anforderungen erschweren die Suche, wie das Marktforschungsunternehmen Lünendonk in einer aktuellen Studie festhält.

Eines der wichtigsten Probleme ist auch, dass im Vorfeld der Planung eines Projektes die Verfügbarkeit entsprechender Fachkräfte nur selten bekannt ist. Auch professionelle Anbieter, die die Rekrutierung, Vermittlung oder Steuerung von freiberuflichen IT-Experten übernehmen könne da häufig keine Abhilfe schaffen, wie es von Lünendonk heißt. Zudem könne die Auftragsgeberseite oft erst nach der Budgetfreigabe entsprechende Suchaufträge erteilen. Das Resultat hier ist, dass dadurch Aufträge und die Rekrutierung meist sehr kurzfristig und ungeplant erfolgen.

Laut Lünendonk komme noch hinzu, dass die geplanten Projektvorhaben nicht mit Dienstleistern im Vorfeld diskutiert werden. Die Rekruting-Partner können damit nur schwer Planen. Hartmut Lüerßen, Partner bei Lünendonk, erklärt dazu: “Hier kommt die Bedeutung einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zum Tragen. In einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit kann ein Anbieter von Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten beispielsweise für besonders strategische Projekte eines Auftraggebers Vorabqualifizierungen durchführen und auf diese Weise die Besetzungschancen und auch die Besetzungsgeschwindigkeit und -qualität erhöhen.”

Die aktuelle Lünendonk-Marktsegmentstudie 2014 “Der Markt für Rekrutierung, Vermittlung und Steuerung freiberuflicher IT-Experten in Deutschland” zeigt zudem eine weitere Entwicklung:

Wie andere Marktforschungsunternehmen oder Freelancer-Vermittlungen sieht Lünendonk eine Steigerung der Projektanfragen. Pro Anbieter habe die Zahl pro Anbieter im Jahr 2013 durchschnittlich bei 2610 gelegen. Durchschnittlich seien davon 806 Projekte realisiert worden. Die Anbieter würden für 2014 von einen signifikanten Anstieg auf durchschnittlich 2.969 Projektanfragen ausgehen. 966 Projekte sollen dabei realisiert werden. Für 2015 werden die Projektanfragen in einem ähnlichen Verhältnis steigen.

Lünendonk sieht in dem durch hohe Auslastung geprägten IT-Freelancer-Markt wachsende Probleme, die richtigen Kandidaten für ein Projekt zu finden. Die Studie zeige auch, dass bei den nachgefragten Kompetenzen vor allem Security stark an Bedeutung zugenommen hat. Nach wie vor steht „SAP-Know-how“ an erster Stelle bei den Projektanfragen. Auf Platz zwei folgt “Projektmanagement/Qualitätsmanagement”. An dritter Stelle kommt das Thema “Security”. Vor allem Trends wie Cloud-Integration oder Mobile-Enterprise gepaart mit neuen Compliance-Anforderungen seien aus sich der Lünendonk-Marktforscher für diese Entwicklung verantwortlich.

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