Enterprise

Kanadische Kleinstadt will USS Enterprise nachbauen

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Der Name der Stadt ist offenbar noch nicht genug. Die Kleinstadt Vulcan will in die Fußstapfen von Kirk und Spock treten. Für den funktionsfähigen Nachbau der Enterprise fehlt nur noch das nötige Kleingeld von 1,132 Billionen kanadischen Dollar. Wie gut, dass bereits 2600 kanadische Dollar gesammelt wurden.

Davon träumt jeder Trekkie seit es Star Trek gibt. Einmal mit der USS Enterprise fliegen. Genauer gesagt in der USS Enterprise NCC-1701-B. Zum ersten Mal zeigte sich dieses Raumschiff in “Star Trek: Treffen der Generationen“. Eine kleine Stadt in Kanada will es nun in Originalgröße und natürlich voll funktionstüchtig nachbauen. Selbstverständlich trägt die Stadt mit weniger als 2000 Einwohnern einen ganz besonderen Namen: Vulcan. In der Si-Fi-Serie bekannt als Heimatplanet von Mr. Spock.

Ein Modell der USS Enterprise steht bereits in Vulcan. (Screenshot: silicon.de)
Ein Modell der USS Enterprise steht bereits in Vulcan. (Screenshot: silicon.de)

Weil für den Bau der Enterprise noch Geld fehlt, ruft die Stadt auf Indiegogo zum Crowd-Funding auf. Bis zum 4. Oktober sollen so 2 Milliarden kanadische Dollar gesammelt werden. Dem Ziel ist es auch schon ganz nahe. 2607 Dollar sind bereits gespendet. Allerdings soll mit den 2 Milliarden Dollar zunächst nur der Warp-Antrieb entwickelt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich Vulcan zufolge auf 1,132 Billionen Dollar. Fertigungszeit etwa 40 Jahre.

Für 10 Dollar kann man seinen Namen auf einem Denkmal verewigen lassen. Für 10.000 Dollar darf man dem ersten Start des Warp-Antriebs beiwohnen. Milliardäre, die nicht wissen wohin mit ihrem Geld, können für 500 Millionen Dollar das Vulcan Super-Luminal Research Center nach sich benennen lassen und für den Mann der schon alles hat: warum nicht Namensgeber für den Weltraumbahnhof in Vulcan werden. Kostet auch nur eine läppische Milliarde. Die Projektleiter wissen auch schon, wen sie ansprechen müssen und verweisen auf Bill Gates, Richard Branson und Elon Musk.

Sollte widererwartend das Kampagnenziel nicht erreicht werden, erhalten alle Unterstützer ihr Geld zurück. Aber was sollte da schon schief gehen.

Der Bau der USS Enterprise ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Vulcan will damit auf sich aufmerksam machen und mehr Touristen in die Stadt holen. Auf der Tourismus-Website heißt es: “Die Indiegogo-Kampagne die momentan läuft, um Vulcan zu helfen die USS Enterprise zu bauen, ist eine Marketingkampagne. Sie soll auf die kanadischen Badlands in der Region von Alberta und Vulcan aufmerksam machen.

Das kanadische Vulcan hat sich in den vergangenen Jahren einen Namen mit den jährlich stattfindenden Spock Days gemacht. Für dieses Jahr sind sie leider schon vorbei, aber nächstes Jahr kommt bestimmt. Dort kann es passieren, dass Besucher auch auf die Darsteller der vielen Star-Trek-Serien treffen. 2010 schaute Leonard Nimoy (Mr. Spock) vorbei und 2012 stattet Walter Koenig (Pavel Chekov) dem Festival einen Besuch ab. Ein Muss für einen wahren Trekkie.

Es ist nicht das erste Mal, dass über eine Crowdfunding-Plattform Geld für ein Raumschiff beziehungsweise eine Raumstation gesammelt wird. Anfang 2013 wollten Star-Wars-Fans 20 Millionen Pfund auf Kickstarter zusammenbekommen, um einen Todesstern zu bauen. Kurz zuvor erteilte die US-Regierung dem Projekt eine Absage, nach dem eine Petition den Bau gefordert hatte. Auch die Kampagne endete erfolglos. Aber immerhin kamen fast 330.000 Pfund zusammen. Damit hätte man schon mal eine Abdeckung für den Lüftungsschacht kaufen können. Das Fehlen dieser wurde dem ersten Todesstern zum Verhängnis.

Andre ist Jahrgang 1983 und unterstützte von September 2013 bis September 2015 die Redaktion von silicon.de als Volontär. Erste Erfahrungen sammelte er als Werkstudent in den Redaktionen von GMX und web.de. Anschließend absolvierte er ein redaktionelles Praktikum bei Weka Media Publishing. Andre hat erfolgreich ein Studium in politischen Wissenschaften an der Hochschule für Politik in München abgeschlossen. Privat interessiert er sich für Sport, Filme und Computerspiele. Aber die größte Leidenschaft ist die Fotografie.

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