Information Design: mehr Aufmerksamkeit bei Daten-Visualisierung

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Informationen aus vorhandenen Daten herauszuziehen ist eine Sache. In gewinnbringende Bahnen lassen sich diese Informationen aber erst dann lenken, wenn die Informationen für Vorgesetzte, Management und Mitarbeiter visuell aufbereitet werden.

Das Beratungs- und Marktforschungsinstitut BARC legt eine Aktuelle Studie zur Aufbereitung von Daten vor. Demnach sehen 78 Prozent der Unternehmen das so genannte Information Design – auch anderweitig als Visual Business Intelligence bezeichnet –  als sehr wichtig oder wichtig ein. Vor allem durch die wachsende Zahl an Business-Intelligence-Projekten in der Industrie werfe immer wieder das Thema auf.

Allerdings, so die Autoren der Studie, habe sich ein standardisiertes Information Design bei den Unternehmen im Markt noch lange nicht auf breiter Ebene durchgesetzt. Nur rund 25 Prozent aller Unternehmen standardisieren solche Information Design Vorgaben auf Abteilungs- oder Unternehmensebene. Rund ein Drittel der Unternehmen beschäftigen sich laut der Studie derzeit mit diesem Thema.
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“Information Design zielt auf die Schaffung von Definitionen und verbindliche Regeln ab, mit denen sich Berichte, Dashboards und Präsentationen einheitlich, verständlich und korrekt erstellen lassen, um damit die interne und externe Kommunikation zu verbessern”, so die Definition von BARC.

“Die Einführungsphase ist dennoch definitiv überschritten und Information Design befindet sich derzeit in der Wachstumsphase. Die Chancen, sich durch eine Information-Design-Initiative Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu sichern, stehen folglich sehr gut”, kommentiert Nikolai Janoschek, Analyst beim BARC und Co-Autor, die Studienergebnisse.

Praktische Beispiele sehen die Analysten derzeit vor allem bei der Normierung des Berichtswesens, mit 75 Prozent aktuell der größte Posten. Weitere Schwerpunkte der Anwender sind eine schnellere Informationsvermittlung (71 Prozent), eine höhere Zufriedenheit des Managements (58 Prozent) und die Vermeidung von Missverständnissen (55 Prozent). Besonders groß ist das Risiko offenbar nicht, mit solchen Projekten zu scheitern. So zeigen die Studienergebnisse, dass Unternehmen die ursprünglich gesteckten Ziele in den allermeisten Fällen auch erreichen, weshalb sich Investitionen und Ergebnis im Vorfeld sehr gut abschätzen lassen.

Erfolgsfaktoren sind laut Studie gezielte Schulungen für die Mitarbeiter sowie eine verständliche Dokumentation, in denen die unternehmensspezifischen Information-Design-Vorgaben erfasst und erläutert sind. Dies ist umso wichtiger, da derzeit Anwender häufig vorhandene Business-Intelligence-(BI)-Tools einsetzen, welche jedoch wenig technische Dokumentation darüber enthalten, wie Berichte nach Information-Design-Vorgaben zu erstellen sind.

Sind hingegen Information-Design-Projekte nicht klar strukturiert und fehlt es insbesondere an der Unterstützung aus dem Management, sind organisatorische Probleme vorprogrammiert, warnen die Autoren.

Ein Scheitern könne sich zum Beispiel darin zeigen, dass Berichtsersteller innerhalb der Organisation die Vorgaben ablehnen (44 Prozent). Weitere Hürden seien ferner der ausufernde Aufwand bei ungenauen Zielvorgaben (38 Prozent) und fehlende gemeinsame Standards (37 Prozent).

Information-Design-Initiativen brauchen daher unbedingt die Hilfe aus dem Management, heißt es von BARC. “Nur wenn die Entscheider das Thema auf die Tagesordnung setzen und als letzte Instanz über die Notation entscheiden, kommen sie erfolgreich zum Einsatz”, mahnt Tobias Riedner, Analyst beim BARC und Co-Autor der Studie.

Für die Studie “Information Design 2014. Status quo, Nutzen und Herausforderungen von Information-Design-Initiativen in der DACH-Region” hat BARC mit 523 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aus sämtlichen Branchen gesprochen. Die Studie gilt als eine der bislang größten Untersuchungen zu diesem noch recht jungen Thema und kann über www.pmone.com/informationdesign kostenlos herunter geladen werden.

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