Red Hat aktualisiert Satellite Systemmanagement

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Cloud- und Rechenzentrensumgebungen bekommen ein auf einer neuen Architektur basierendes Systems- und Lifecyclemanagement von Red Hat. Vor allem die Verwaltung von Cloud-Umgebungen vereinfache sich mit der neuen Version deutlich, wie der Hersteller versichert.

Red Hat Satellite war bislang die erste Wahl, wenn es um Lifecycle- und Systemsmanagement von Red Hat Linux Servern ging, soll nun auch mit Cloud-Installationen zurecht kommen. Quelle: Red Hat
Red Hat Satellite war bislang die erste Wahl, wenn es um Lifecycle- und Systemsmanagement von Red Hat Linux Servern ging, soll nun auch mit Cloud-Installationen zurecht kommen. Quelle: Red Hat

Mit Satellite 6.0 liefert Red Hat ein umfassendes Systmens- und Lifecyclemanagement für On-Premises-Datenzentren und Cloud-Anwendungen. Die neue Version bietet ein umfassendes Life-Cycle-Management, das reicht vom Deployment einer Anwendungen über Software-Distributions-, Patch- und Konfigurationsmanagement, bis hin zur Verwaltung von Support-Verträgen mit Red Hat und anderen Technologien.

Red Hat Satellite 6 vereinheitliche das Systemmanagement über den gesamten Lebenszyklus der Systeme von Red Hat hinweg. Neben einer einheitlichen Managementkonsole biete die Lösung auch eine Methodologie zur Verwaltung der für Aufbau, Implementierung und Betrieb und dem Stilllegen von Systemen nötigen Tools. Das ist vor allem in stark virtualisierten Umgebungen entscheidend, in denen virtuelle Rechner häufig nur wenige Stunden aktiv sind.

Red Hat habe bei der neuen Version unter anderem das Provisioning überarbeitet und die gesamte Infrastruktur ausgeweitet. “Als Satellite startete, waren Cloud und Virtualisierungen noch in den Kinderschuhen. Daher hatte sich das Lifecyclemanagement vor allem auf Red Hat Enterprise Linux konzentriert”, erklärt Chris Wells, Senior Manager für das Produktmanagement bei Red Hat im Gespräch mit silicon.de.

“Mit 6.0 haben wir die gesamte Infrastruktur ausgeweitet und unterstützen jetzt auch Private Clouds, Public-Clouds wie AWS und auch andere Plattformen wie OpenStack.” So hat der Anwender jetzt eine einheitliche Verwaltung für alle verschiedenen Installationen. Wells gesteht: “Man konnte mit Satellite auch in älteren Versionen Cloud-Nodes verwalten, aber mit der neuen Version wird das alles sehr viel einfacher.”

Im Grunde umfasse Satellite fünf verschiedene quelloffene Kerntechnologien wie zum Beispiel Puppet Forge oder Git. Die neue Version vereinheitliche auch die Pflege der einzelnen Komponenten, das die Lösung jetzt für den Anwender als einheitliche Software erscheint. Nachdem in einige Systemsmanagement-Projekten wie beispielsweise Foreman sehr schnell innovieren, können Anwender hier schneller an neue Features gelangen.

Auch sind dadurch Features wie Drift Remediation möglich. Wie Wells erklärt, erkennt das System Policy-Verstöße und meldet diese dem Administrator. RHS 6 kann auch automatisch wieder zu gewünschten Konfigurationen zurückrollen und das zusammen mit einem Reporting, Auditing und einer umfassenden Änderungshistorie. Über neue Features für die Synchronisation von Puppet-Modulen für Repositories können diese auch in unterschiedlichen Umgebungen verwaltet und verteilt werden.

Ein Federated Cycle Management ermöglicht jetzt die Verteilung von Einstellungen und Inhalten in Red Hat Capsule Servern. Diese Capsule Server ermöglichen eine Zusammenfassung und Verteilung von Software sowie Konfigurationsparametern. Der Capsule Server erlaubt eine höhere Skalierbarkeit und er verwaltet den Content lokal anstatt jedes Mal externe Netzwerke ansteuern zu müssen, was die Verwaltung von Filialen optimieren soll. Zur Vermeidung der Ressourcenüberlastung eines einzelnen Systems verteilt Satellite 6 zusätzliche Workloads auf mehrere Server.

Ein weiteres Feature für System Discovery hilft bei der Suche von unversorgten Hosts, was dann das Deployment wiederum beschleunigt. Wells nennt darüber hinaus mehrere neue Einstellungen und eine granularere Verwaltung für das Subscription Management.

Satellite 6 verfügt zudem über einen Single Content View, der eine Sammlung des Red Hat Package Managers sowie verschiedener Puppet-Module enthält. Hier hat Red Hat neue Filter und Regeln eingeführt. Content View bietet an einem Ort sowohl Software- als auch Konfigurationsinformationen. Diese werden über die Life-Cycle-Umgebungen befördert und veröffentlicht und ermöglichen so ein End-to-End-System-Life-Cycle-Management.

Red Hat Satellite verwaltet nicht nur den Lebenszyklus von Red Hat Enterprise Linux und den zugehörigen Content-Konfigurationen, sondern auch den Lebenszyklus von Red Hat Enterprise Linux OpenStack Platform, Red Hat Enterprise Virtualization, Red Hat Storage, Red Hat Directory Server, Red Hat Certificate System und OpenShift Enterprise. Red Hat Satellite 6 steht für Anwender von Red Hat Satellite mit einer gültigen Subskription ab sofort zum Download bereit.

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