Mobilfunk beim Start von Flugzeugen erlaubt

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Die Entscheidung über die aktive Nutzung von WLAN- und Mobilfunkverbindungen bleibt den Airlines vorbehalten. Die europäische Flugbehörde jedoch locktert erneut die Bestimmungen.

Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) weitet die Bestimmungen für die Nutzung elektronischer bei Flügen weiter aus. Schon im vergangenen Jahr hatte die Behörde die Verwendung von Smartphones und Tablets bei eingeschaltetem Flugmodus gestattet. Jetzt erlaubt sie auch den Betrieb bei aktivierter WLAN- und Mobilfunkverbindung während Start und Landung.
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Seit dieser seit Dezember geltenden Neuregelung gewähren Fluggesellschaften wie British Airways oder Scandinavian Airlines die Verwendung der Elektronikgeräte auch während Start und Landung zu benutzen – so lange der Flugmodus eingeschaltet ist.

Zwar weisen die Fluggesellschaften ausdrücklich darauf hin, kontrollieren in der Praxis jedoch nur selten oder nie, ob sich die Fluggäste tatsächlich an diese Vorgabe halten.

Mit der neuen Richtlinie will die Agentur die Gerätenutzung in Flugzeugen an andere Reisemöglichkeiten angleichen, beispielsweise dem Bahnfahren. Das sei der jüngste regulative Schritt, um Telekommunikation “von Gate zu Gate” oder WLAN-Dienste zu erlauben.

In einer Mitteilung heißt es: “Ab dem 26. September 2014 ermöglicht die EASA Fluggesellschaften, ihren Passagieren die Nutzung von PEDs (Personal Electronic Devices) während des Fluges zu erlauben, ungeachtet dessen, ob das Gerät sendet oder nicht, sich also beispielsweise im ‘Flugmodus’ befindet oder nicht.”

Nachdem die EASA ihre Regelung letzte Jahr gelockert hatte, gab die EU die Frequenzbänder 3G (UMTS) und 4G (LTE) zur Nutzung in Höhen über 3000 Meter frei. Zuvor war nur 2G (GSM) in die EU überfliegenden Flugzeugen erlaubt, die für die Übermittlung großer Datenmengen nicht ausreicht.

Unabhängig von den EASA-Richtlinen entscheidet letztlich aber jede Airline für sich, ob sie Handytelefonate und mobilen Internetzugang über den Wolken zulässt oder nicht. Die Lufthansa erlaubt beispielsweise schon länger die Handynutzung auf Langstreckenflügen zum Versand von SMS oder zur Datenübertragung. Telefonate sind jedoch weiterhin verboten. Außerdem müssen die Geräte auf stumm oder Vibration geschaltet sein.

Als technischer Partner dient Lufthansa Aeromobile, das wiederum 240 national agierende Funknetzpartner vorweisen kann. In Deutschland sind dies alle vier Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone, E-Plus und O2, in den USA AT&T und Verizon sowie in Großbritannien Vodafone, EE und Three. Für die Nutzung fallen Roaminggebühren an.

[mit Material von Björn Greif und Liam Tung, ZDNet.com]

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