Salesforce stellt Analytic-Tool Cloud Wave vor

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Mit Wave wendet sich Salesforce an Nutzer außerhalb der Bereiche Sales und Marketing. Die Datenanalyse soll durch eine intuitive grafische Oberfläche aufgewertet und vereinfacht werden. Das Analytic-Tool ist in der Lage, strukturierte sowie unstrukturierte Daten aus jeglichen Quellen zu verarbeiten und sie auf Mobilgeräten bereitzustellen.

Auf der Hausmesse Dreamforce präsentiert Salesforce.com am heutigen Dienstag das Cloud-Analytic-Tool Wave. Es will damit die eigene Plattform für andere geschäftliche Einsatzszenarien und Anwendungen öffnen. Zudem sieht das Unternehmen auch Nutzer abseits von Sales- und Marketing-Abteilungen als Zielgruppe.

Wave soll Datenanalyse zum Vergnügen machen. (Bild: Salesforce)Salesforce zufolge können mit der Analytics Cloud strukturierte und unstrukturierte Daten aus jeglichen Quellen verarbeitet werden. Dabei sollen Nutzer auch von Mobilgeräten umfassend darauf zugreifen können. Der Anbieter verspricht, dass normale Business-Nutzer mit Wave auf einfache Weise Zugang zu Daten eines Unternehmens erhalten.

CEO Marc Benioff will Einzelheiten zur Veröffentlichung im Laufe des Tages in San Francisco präsentieren. Salesforce hat zwei Jahre an Wave gearbeitet. Es soll strategisch zu den Bestrebungen des Unternehmens passen, ein Enterprise-Player zu werden, der nahezu alle Funktionen anbietet. Wave lässt sich zum Beispiel als Analytik-Front-End für Personalwesen, Lieferkette oder Produktion verwenden. Für Unternehmen besteht der größte Vorteil darin, dass sich damit der adressierbare Markt vergrößern lässt.

Salesforce kann bereits zum Start von Wave zahlreiche angesehene Partner vorweisen. Unter den 30 Firmen sind beispielsweise große Beratungsunternehmen wie Accenture, Deloitte und PwC oder Datenintegratoren wie Informatica und Mulesoft. Salesforce-Vertretern zufolge wird die Analytic-Cloud auch mit Anwendungen kompatibel sein, die nicht von direkten Partnern stammen, etwa mit Software von Oracle, SAP, Tableau und Splunk.

Bislang sind fünf Clouds im Portfolio von Salesforce enthalten. Wave ist die sechste und wird in Zukunft möglicherweise sogar die wichtigste. Denn der beste Weg, wie Salesforce jeden Mitarbeiter in Unternehmen ansprechen kann, ist durch Analytics. Das Unternehmen ist zwar in den vergangenen Jahren schnell gewachsen, aber es muss über CRM, Sales und Marketing sowie Kundendienst hinausgehen, um gegen Konzernen wie Oracle bestehen zu können.

Eine ansprechende Nutzererfahrung mit Wave soll die breite Masse für Datenanalyse begeistern. Stephanie Buscemi, für Wave zuständige Marketing-Chefin, zufolge hat sich Salesforce von Videospielen und deren sofortigen Belohnungssystemen inspirieren lassen. Diagramme lösen sich auf und bilden sich neu, wenn Nutzer eine andere visuelle Aufbereitung auswählen. Wave verfolgt auch beim Verbinden von Daten einen einfachen grafischen Ansatz. Laut Anna Rosenman, Direktorin der Salesforce Analytics Cloud, suchte man nach “süchtig machenden und intuitiven Erfahrungen”: “Es kann nicht um Zeilen und Spalten gehen. Wir wollten, dass sich jeder beim Gebrauch und der Interaktion mit dem Produkt gut fühlt.”

Die Oberfläche von Wave (Bild: Salesforce)

Wenig überraschend läuft Wave nativ auf der Salesforce-Plattform. Rechteverwaltung und Sicherheit orientieren sich an anderen Salesforce-Anwendungen. Durch die Integration mit Chatter werden sich Daten auch via Social Network weiterverbreiten lassen.

Zu den Preisen hat sich Salesforce bisher nicht explizit geäußert, doch es wird Abonnements für die Plattform sowie pro Nutzer geben. Neben einem “Explorer”-Abonnement für Geschäftskunden ist zudem eine “Builder”-Version für Datenforscher und Business-Analysten geplant. Die Wave-App für iOS soll ab Dienstag im App Store verfügbar und bereits mit Daten bestückt sein. So will Salesforce Nutzer zum Ausprobieren der Oberfläche und zum Einstieg in die Datenanalyse animieren.

[mit Material von Björn Greif, ZDNet.de]

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